Dieses gemeinsame Moralverständnis ist für Judentum, Christentum und Islam gültig. So wie Undank, Selbstgefälligkeit, Zügellosigkeit, Lügen, Spott, Egoismus, Unersättlichkeit, Gaunerei, Eifersucht, Streitsucht, Ungehorsam, Respektlosigkeit, Treulosigkeit, Geiz, üble Nachrede, Aggressivität, Grausamkeit, Verleumdung, Ungeduld, Unehrlichkeit und Hetzerei nicht zur Islamischen Moral passen, so sind sie auch in Judentum und Christentum verboten. Die Menschen wurden vielmehr dazu aufgerufen, achtungsvoll, liebevoll, gerecht, gewissenhaft, teilnahmsvoll, barmherzig, hilfsbereit, das Gute liebend, bescheiden, aufrichtig, vertrauensvoll, großzügig, dankbar, opferbereit, gehorsam und treu zu sein.
Die aufrichtig Gläubigen, die diese Göttlichen Befehle befolgen, sind achtbare, erwählte und ehrenhafte Menschen. Sie sind Allah von Herzen verbunden. Sie verfügen über einen tiefen Glauben und überragende moralische Qualitiäten. Für ihre Taten fordern sie keinerlei Gegenleistung und sind nur darum bemüht, das Wohlgefallen Allahs zu gewinnen. Stets befinden sich sich auf Seiten der guten, gerechten und schönen Moral. Sie hüten sich vor jeder Art von Schlechtheit und Unmoral.
Demgegenüber verteidigen zahlreiche Lehren auf der Welt Ansichten, die völlig im Gegensatz zu dem Moralverständnis stehen, das die Göttlichen Religionen lehren. So brachte zum Beispiel die in den letzten zweihundert Jahren äußerst einflußreiche materialistische Philosophie die Menschen dazu, nur an ihre eigenen Interessen zu denken und sich zu Individuen zu entwickeln, die keine Regeln mehr kennen. Ein auf dieser Philosophie gestützter Lebensstil betrachtet das Leben als eine Art Arena und sieht vor, die Leidenschaft der Menschen so weit wie möglich aufzuwiegeln und jeden Weg einzuschlagen, der diese befriedigt. Auf der anderen Seite akzeptiert der Materialismus – da er die Offenbarung Allahs ablehnt – keinerlei Kriterium bezüglich der Natur des Menschen und weist alle moralischen Werte zurück, die von den Göttlichen Religionen etabliert wurden. Welch große Zerstörung dies für die Menschheit bedeutet hat ist weitgehend bekannt. Auseinandersetzungen und Spannungen, Menschen, die einander wegen eines Stücks Land, eines Amtes oder wegen ihres Ansehens unbarmherzig angreifen, die zunehmender Unterdrückung ausgesetzten Verfolgten und Bedürftigen, die Verbreitung von Ungerechtigkeit und die Zunahme der Unmoral und Degeneration sind nur einige Beispiele dieser Zerstörung.
In dieser Situation ist es erforderlich, dass Angehörige der drei Göttlichen Religionen für die Rettung der vom Materialismus betrogenen Menschheit eine Allianz eingehen. Wichtige gemeinsame Punkte dabei sind der Glaube an die Existenz Allahs, der Glaube dass Er uns erschaffen hat und uns Bücher und Propheten sandte, um uns den richtigen Weg zu weisen. Menschen die daran glauben – Juden, Christen und Muslime – sind einander näher als die Menschen, die diese Tatsachen zurückweisen.
Im folgenden werden wir die gemeinsamen moralischen Werte der drei Göttlichen Religionen anhand untersuchen. Die Angehörigen der drei Göttlichen Religionen müssen eine Allianz eingehen. Die gute Moral, die anhand der gemeinsamen Werte beschrieben wird, ist ganz sicher zu erreichen, wenn die Gläubigen der drei Religionen Hand in Hand vorgehen.
Die Gläubigen wissen, dass es Allah ist, Der ihnen zahllose Wohltaten zuteil werden läßt und dass Er der wahre und einzige Besitzer von allem ist. Niemals sind sie hochmütig. Sie bemerken, wie hilflos sie Allah gegenüber sind. Sie wissen auch, dass ihre Intelligenz, Wissen, Schönheit, Reichtum und Ansehen sowie alle anderen Möglichkeiten nicht von ihnen selbst kommen, sondern dass diese eine Gunstbezeugung Allahs sind. Aus diesem Grund verhalten sie sich bescheiden.
Ob ihr euere Überzeugungen geheimhaltet oder äußert - Er kennt das Innerste der Brüste. Soll etwa Der es nicht kennen, Der alles erschaffen hat, Er, der Feinsinnige, der Bewusste? (Sure al-Mulk, 13-14) |
Mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe. (Epheser, 4/2)
In gleicher Weise wird in der Thora mitgeteilt, dass sich die Menschen vor Hochmut hüten sollen und dass Allah an bescheidenen Dienern Wohlgefallen findet. Der Thora entsprechend sind die Gläubigen zur Bescheidenheit verpflichtet und Hochmütige werden auf jeden Fall bloßgestellt. Hierzu lauten einige Thorapassagen folgendermaßen:
So höret nun und merket auf und trotzt nicht; denn der Herr hat's geredet. (Jeremia, 13/15)
Suchet den Herr, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet; suchet Gerechtigkeit, suchet Demut... (Zephanja, 2/3)
Denn Du hilfst dem elenden Volk, und mit Deinen Augen erniedrigst Du die Hohen. (II. Samuel, 22/28)
Den Reichen von dieser Welt gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, Der uns dargibt reichlich, allerlei zu genießen. (I. Timotheus, 6/17)
Und Er hatte euch in dem Buch bereits folgendes geoffenbart: Wenn ihr hört, dass Leute nicht an die Zeichen Allahs glauben, sondern sie verspotten, dann sitzt nicht mit ihnen, solange sie nicht zu einem anderen Gespräch übergehen. Ihr würdet sonst wie sie werden. Siehe, Allah versammelt die Heuchler und Ungläubigen allesamt in der Hölle. (Sure an-Nisa, 140)
Und sich von allem Nichtswürdigen fernhalten. (Sure al-Mu'minun, 3)
Die da Allahs gedenken im Stehen und Sitzen und Liegen und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: "Unser Herr, Du hast dies nicht umsonst erschaffen! Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Feuerspein! (Sure Al-Imran, 191)Männer, die weder Handel noch Geschäft abhält von dem Gedenken an Allah und der Verrichtung des Gebets und dem Entrichten der Steuer. Sie fürchten den Tag, an dem sich Herzen und Blick verkrampfen, (Sure an-Nur, 37)
Verlaß dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Das wird deinem Leibe gesund sein und deine Gebeine erquicken. (Sprüche, 3/3-8)
Gottvertrauen ist ein Komfort und eine Schönheit, die den Leugnern unbekannt ist und die nur Gläubige erleben können. Die Gründe weshalb die Leugner dieser Tatsache den Rücken kehren, sind Bedrängnis und Trauer, Stress und Depressionen im weltlichen Leben. In verschiedenen Quranversen wird mitgeteilt, dass Gottvertrauen ein wichtiger Charakterzug der Gläubigen ist:
Gottvertrauen ist eine Eigenschaft, die auch religiöse Christen und Juden leben müssen. In der Bibel wird folgendermaßen ausgedrückt, dass die Besorgnis der Menschen bedeutungslos ist und dass sie überall Allah vertrauen können:... Und wer immer Allah fürchtet, dem zeigt Er einen Ausweg. Und versorgt ihn auf unvermutete Weise. Und wer auf Allah vertraut, für den ist Er sein Genüge. Siehe, Allah verwirklicht Sein Vorhaben. Allah hat allem sein Maß bestimmt. (Sure at-Talaq, 2-3)Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Allah uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen." (Sure at-Tauba, 51)
Aber der Herr ist treu; Der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen. (II. Tessalonicher, 3/3)
Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht für euren Leib, was ihr antun sollt. Das Leben ist mehr denn die Speise, und der Leib mehr denn die Kleidung. Nehmet wahr der Raben: die sähen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller noch Scheune; und Gott nährt sie doch. Wie viel aber seid ihr besser denn die Vögel! Welcher ist unter euch, ob er schon darum sorget, der da könnte eine Elle seiner Länge zusetzen? So ihr denn das Geringste nicht vermöget, warum sorgt ihr für das andere? (Lukas, 12/22-26)
In der Thora wird dagegen mitgeteilt, dass nur derjenige Allahs Wohlgefallen erlangt, der sich zu Allah hinwendet und auf Ihn vertraut. Folgendermaßen wird ausgedrückt, dass die gläubigen Juden auf Allah vertrauen sollen:
... Hört mir zu, Juda und ihr Einwohner zu Jerusalem! Glaubet an den Herrn, euren Gott, so werdet ihr sicher sein; und glaubt an seine Propheten, so werdet ihr Glück haben. O'nun peygamberlerine güvenin, basarili olursunuz. (II. Chronik, 20/20)
Verlaß dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand. (Sprüche, 3/5)
Er sprach: "Keineswegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen." (Sure asch- Schu'ara', 62)Denn Allah ist mit denen, die Ihn fürchten und die Gutes tun. (Sure an-Nahl, 128)Seht, mein Beschützer ist Allah, Der das Buch hinabgesandt hat; und Er beschützt die Rechtschaffenen. (Sure al-A'raf, 196)
… daß du dich nicht fürchten darfst vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt. Denn der Herr ist dein Trotz… (Spüche, 3/25-26)
Für Muslime ändern Reichtum oder Armut eines Menschen oder die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes durch den zu fassenden Beschluß überhaupt nichts. Die Gläubigen weichen niemals von der Gerechtigkeit ab, wie die Bedingungen auch sein mögen. Diese überragende Moral wird in einem Quranvers folgendermaßen dargelegt:Siehe, Allah gebietet euch, die euch anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben, und wenn ihr unter den Leuten richtet, nach Gerechtigkeit zurichten. Siehe, Allah - wie trefflich ist das, wozu Er euch mahnt! Siehe, Allah hört und sieht. (Sure an-Nisa, 58)
In einem anderen Quranvers wird mitgeteilt, dass Rachegefühle die Menschen nicht zu einem Verhalten verleiten sollen, das der Gerechtigkeit widerspricht:O ihr, die ihr glaubt! Tretet für die Gerechtigkeit ein, wenn ihr vor Gott Zeugnis ablegt, und sei es gegen euch selber oder euere Eltern und Verwandten. Handele es sich um arm oder reich, Allah steht euch näher als beide. Und überlasst euch nicht der Leidenschaft, damit ihr nicht vom Recht abweicht. Wenn ihr (das Recht) verdreht oder euch (von ihm) abkehrt, siehe, Allah weiß, was ihr tut. (Sure an-Nisa, 135)
Gerechtigkeit ist auch ein Thema, das in Bibel und Thora betont wird. In der Bibel wurden sogenannte Religionsgelehrte und Pharisäer, die die Gerechtigkeit vernachlässigten, folgendermaßen getadelt:O ihr, die ihr glaubt! Steht in Gerechtigkeit fest, wenn ihr vor Allah bezeugt. Der Hass gegen (bestimmte) Leute verführe euch nicht zu Ungerechtigkeit. Seid gerecht, das entspricht mehr der Gottesfurcht. Und fürchtet Allah. Siehe, Allah kennt euer Tun. (Sure al-Ma’ida, 8)
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel, und laßt dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen. (Matthäus, 23/23)
In anderen Bibelstellen werden die Menschen folgendermaßen dazu aufgefordert, gerecht zu sein:
Richtet nicht nach dem Ansehen, sondern richtet ein rechtes Gericht. (Johannes, 7/24)
Ihr Herren, was recht und billig ist, das beweiset den Knechten... (Kolosser, 4/1)
Werden in der Thora Menschen von guter Moral beschrieben, dann ist gerecht sein ein Punkt, der betont wird. Es wird ausgedrückt, dass ein gerechter Mensch sich vor Schlechtem hütet, niemanden ungerecht behandelt und die Armen beschützt. Im folgenden einige Erläuterungen der Thora über die Gerechtigkeit:
... Weil du solches bittest und bittest nicht um langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Seele, sondern um Verstand, Gericht zu hören. Siehe, so habe ich getan nach deinen Worten… (1. Könige, 3/11-12)
So spricht der Herr: Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit… (Jesaja, 56/1)
Weh den Schriftgelehrten, die ungerechte Gesetze machen und die unrechtes Urteil schreiben, auf daß sie die Sache der Armen beugen und Gewalt üben am Recht der Elenden unter meinem Volk, daß die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre Beute sein müssen! (Jesaja, 10/1-2)
Im Quran werden die Kämpfe der Propheten sowie die Verleumdungen, denen sie ausgesetzt waren, ausführlich beschrieben. Gleichzeitig werden im Quran die Auseinandersetzungen des Propheten Muhammad (s.a.w.s) mit den Heiden, Heuchlern und Leugnern von Mekka dargestellt. Es ist eine im Quran genannte Tatsache, dass während der gesamten Geschichte alle Propheten und Gläubigen ähnlichen Verleumdungen ausgesetzt waren. Eine weitere Tatsache ist, dass die Gläubigen bei diesen Verleumdungen und Angriffen niemals von Entmutigung oder Schwäche befallen wurden und ihren Kampf stets mit dem gleichen Eifer und der gleichen Entschlossenheit fortsetzten.
Falsche Behauptungen wie "Besessenheit" (Sure al-Hidschr, 6), "Verrücktheit" (Sure al-Qalam, 51), "Verlogenheit" und "Zauberei" (Sure Sad, 4) sind im Quran beschriebene Verleumdungen, denen die Propheten ausgesetzt waren. Diese und ähnliche Behauptungen wurden von den Leugnern auch dem mit überlegener Moral ausgestatteten Propheten Muhammad (s.a.w.s) gegenüber vorgebracht während sie ihm Fallen stellten um ihn "festzunehmen oder zu ermorden oder zu vertreiben" (Sure al-Anfal, 30).
Im Quran wird folgendermaßen mitgeteilt, dass diejenigen die mit den Propheten waren und deren Weg verfolgten, ähnliches erlebten:
In der Bibel wird berichtet, dass der Prophet Jesus in gleicher Weise bezichtigt wurde mit "Besessenheit" (Johannes, 7/20, 8/48, 8/52), "Verrücktheit" (Johannes, 10/20), die Gesellschaft "das Volk abwenden" (Lukas, 23/2), "nach den Aufsätzen der Ältesten nicht wandeln" (Markus, 7/5). An unterschiedlichen Stellen in der Bibel wird beschrieben dass die Ungläubigen sich anmaßten den Propheten Jesus (Fsai) zu verspotten, ihn schwer beschimpften und er sogar tätlichen Angriffen ausgesetzt war.Oder glaubt ihr etwa, in das Paradies einzutreten, ohne dass euch das gleiche traf wie die vor euch? Es traf sie Unglück und Not, und sie wurden so hin- und hergeschüttelt, dass der Gesandte und die Gläubigen bei ihm sprachen: "Wann kommt Allahs Hilfe (endlich)?" Doch Allahs Hilfe ist Nähe! (Sure al-Baqara, 214)
Zweifellos sind die häßlichen Unterstellungen der Leugner ein unwahres Produkt ihrer niedrigen Intelligenz und ihres verqueren Glaubens. Allah erschuf alle Propheten mit überragender Intelligenz, die allen Menschen zum Vorbild gereichte, sowie mit Scharfsinn und Moral.
Doch nicht nur die Propheten, auch diejenigen, die ihnen folgten, sahen sich unterschiedlichen Behauptungen, Beschimpfungen und Angriffen ausgesetzt. Doch deswegen verfielen sie weder in Schwäche noch in Hoffnungslosigkeit. Diese Tatsache wurde im Quran im 146. Vers der Sure Al-Imran folgendermaßen ausgedrückt:
Die Propheten informierten die, die an sie glaubten und überbrachten ihnen die Freudenbotschaft. Im Quran wird mitgeteilt, dass der Prophet Muhammad (s.a.w.s) als Entgegnung auf die Ereignisse zu seinen Gläubigen … "Dies ist das, was uns Allah und Sein Gesandter verheißen hat; Allah und Sein Gesandter haben die Wahrheit gesagt”… (Sure al-Ahzab, 22) sagte.Und wie viele Propheten kämpften, Tausende an ihrer Seite! Sie verzagten nicht wegen dem, was sie auf Allahs Weg traf, und sie wurden nicht schwach und gaben nicht auf. Und Allah liebt die Standhaften. (Sure Al-Imran, 146)
Auch in der Thora wird ausführlich geschildert, dass die Propheten verschiedenen Schwierigkeiten begegneten Und in der Bibel wird dargelegt, dass die Gläubigen Problemen und Bedrängnissen ausgesetzt sein werden, dies für die aufrichtig Gläubigen jedoch ein Anlaß zur Freude sei:
Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden!... Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind. (Matthäus, 5/10-12)
Bei Matthäus wiederum steht geschrieben, dass der Prophet Jesus (Fsai) seine Schüler vor den ihnen zustoßenden Gewalttaten warnte und ihnen gleichzeitig eine Freudenbotschaft überbrachte:
Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch überantworten vor die Rathäuser und Schulen; und ihr müßt gestäupt werden, und vor Fürsten und Könige geführt werden um meinetwillen, zu einem Zeugnis über sie... Wenn sie euch nun führen und überantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket auch nicht zuvor; sondern was euch zu der Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist... Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig. (Lukas, 13/9-13)
Jene, welche Allahs Botschaft ausrichteten und Ihn fürchteten und niemand fürchteten außer Allah. Und niemand hält Abrechnung wie Allah. (Sure al-Ahzab, 39)Sie sagten: "Unser Herr, wir fürchten wirklich, dass er unbedacht und gewaltsam gegen uns vorgeht." Er sprach: "Fürchtet euch nicht! Seht, Ich bin bei euch. Ich höre und sehe (alles). (Sure Taha, 45-46)Diejenigen, zu denen die Leute sagten: "Passt auf! Die Leute haben sich bereits gegen euch zusammengeschart: Nehmt euch vor ihnen in Acht!" Diese wurden im Glauben nur stärker und sprachen: "Uns genügt Allah. Er ist unser bester Garant!" Sie kehrten mit Allahs Gnade und Huld zurück, ohne dass sie ein Übel getroffen hätte, und sie strebten nach dem Wohlgefallen Allahs; und Allah ist voll großer Huld. Satan will euch seine Anhänger fürchten lassen. Fürchtet aber nicht sie, sondern fürchtet Mich, sofern ihr Gläubige seid. (Sure Al-Imran, 173-175)
Der Herr aber, Der selber vor euch her geht, Der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht. (5. Buch Mose, 31/8)
Seid getrost und frisch, fürchtet euch nicht und zagt nicht vor dem König von Assyrien noch vor all dem Haufen, der bei ihm ist; denn es ist ein Größerer mit uns als mit ihm: (II. Chronik, 32/7)
Und sie spielen Gehorsam vor. Sobald sie jedoch von dir weggehen, brütet ein Teil von ihnen des Nachts etwas anderes aus als was sie sagten. Allah aber schreibt auf, was sie ausbrüten. Darum wende dich von ihnen ab und vertraue auf Allah; und Allah genügt als Beschützer. (Sure an-Nisa, 81)
In der Thora wird erläutert, dass es von großer Schlechtigkeit zeugt, wenn den Menschen die rechte Religion erklärt wurde, diese sich aber trotzdem den Traditionen ihrer Vorväter zuwenden. Eine der Darstellungen über den Lohn für die Menschen, die dem Propheten nicht gehorchen wollen und die sich dem Aberglauben zuwenden lautet folgendermaßen:Und wenn ihnen gesagt wird: "Folgt dem, was Allah hinabgesandt hat!" - antworten sie: "Nein, wir folgen (lieber) dem, was wir bei unseren Vätern (an Glauben) vorfanden." Was! Selbst wenn es der Satan wäre, der zur Strafe der Feuersglut einlädt? (Sure Luqman, 21)Und als zu ihnen gesprochen wurde: "Kommt her zu dem, was Allah hinabgesandt hat, und zum Gesandten!", antworteten sie: "Uns genügt das, was wir bei unseren Vätern vorfanden." Aber ist es nicht so, dass ihre Väter nichts wussten und nicht rechtgeleitet wurden? (Sure al-Ma’ida, 104)
Sie kehren sich eben zu den Sünden ihrer Väter, die vormals waren, welche auch nicht gehorchen wollten meinen Worten und folgten auch andern Göttern nach und dienten ihnen... Darum siehe, spricht der Herr, ich will ein Unglück über sie gehen lassen, dem sie nicht sollen entgehen können... (Jeremia, 11/10-11)
In der Bibel wird folgendermaßen erzählt, dass der Prophet Jesus (Fsai) und seine Anhänger von den sogenannten Religionsgelehrten, den Pharisäern und den Sadukiden, bezichtigt wurden, sich von der „Sitte der Vorväter“ zu entfernen. Das Richtige ist jedoch nicht das Übereinstimmen mit der von diesen Menschen verteidigten abergläubischen Tradition, sondern mit der vom Propheten Jesus (Fsai) gebrachten religiösen Moral. Es ist klar, dass die aufrichtig Gläubigen der vom Propheten Jesus (Fsai) gebrachten Religion folgen und ihm gehorchen müssen.
Im Matthäusevangelium wird folgendermaßen beschrieben, wie diejenigen, die sich weigerten, der von Jesus (Fsai) verkündeten Religion zu folgen, die Schüler des Propheten Jesus (Fsai) kritisierten, sich von der Sitte ihrer Vorväter zu entfernen:
Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem und sprachen: Warum übertreten deine Jünger der Ältesten Aufsätze?... (Matthäus, 15/1-2)
Die Schüler des Propheten Jesus (Fsai) antworteten folgendermaßen auf die Kritik, dass sie nicht der Sitte der Vorväter entsprächen:
Da fragten ihn nun die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach den Aufsätzen der Ältesten?… Ihr verlasset Gottes Gebot, und haltet der Menschen Aufsätze… Wohl fein habt ihr Gottes Gebote aufgehoben, auf daß ihr eure Aufsätze haltet. (Markus, 7/5-9)
Im Quran wurde den Gläubigen das redliche Verhalten der Propheten als Beispiel gezeigt. Wie Allah im Vers "Diejenigen aber, welche es vermeiden, falschen Göttern zu dienen, und sich Allah reuig zuwenden - ihnen gilt die frohe Kunde. Verkünde also Freude jenen Meiner Diener." (Sure az-Zumar, 17) mitteilte, gibt es für seine aufrichtigen Diener eine Freudenbotschaft. In einigen Versen steht folgendes über diejenigen geschrieben, die ihre Andachtsübungen nur zum Schein ausüben:
In der Bibel wurde den Gläubigen der Rat gegeben "Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet…" (Matthäus, 6/1). Mit den Worten "Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden" (Matthäus, 23/5) wurden die sogenannten Religionsgelehrten und Pharisäer bezeichnet. Deren Scheinheiligkeit wurde bildhaft mit den außen weiß gekalkten, innen aber mit allen Arten von Scheußlichkeiten angefüllten Gräbern verglichen:O ihr, die ihr glaubt! Entwertet euere Almosen nicht durch Vorhaltungen und Verletzen von Gefühlen, wie derjenige, der Geld spendet, um von den Leuten gesehen zu werden, und nicht an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Sein Gleichnis ist ein Felsen mit Erdreich darüber. Es trifft ihn ein Platzregen und lässt ihn hart. Sie richten mit ihren guten Werken nichts aus. Allah leitet nicht das ungläubige Volk. (Sure al-Baqara, 264)Wehe denn den Betenden, die in ihren Gebeten nachlässig sind, die nur dabei gesehen werden wollen (Sure al-Ma'un, 4-6)
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats. Also auch ihr: von außen scheint ihr den Menschen fromm, aber in wendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend. (Matthäus, 23/27-28)
In der Thora wurden auch diejenigen kritisiert, die nur zum Schein beten und es wurde mitgeteilt, dass sich die Menschen auf einem schlechten Weg befinden, die sich mit Worten bemühen, Menschen zufriedenzustellen, im Gegensatz zu ihren Worten jedoch anders leben. Die Situation der Menschen, die sich mit Benehmen und Worten darum bemühen, Allah nahe zu erscheinen, im Herzen aber Allah nicht wie erforderlich würdigen, ist folgendermaßen beschrieben:
... Nahe bist Du in ihrem Munde, aber ferne von ihrem Herzen. (Jeremia, 12/2)
Und Mitgefühl und Reinheit von Uns. Und er war fromm. (Sure Maryam, 13)Siehe, diejenigen, die glauben und Gutes tun, denen wird der Erbarmer Liebe erweisen. (Sure Maryam, 96)
Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen. (Sprüche, 10/12)
Und das ist die Liebe, daß wir wandeln nach seinem Gebot; das ist das Gebot, wie ihr gehört habt von Anfang, daß ihr in derselben wandeln sollt. (II. Johannes, 6)
Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, siehe, Ich bin Nähe. Ich will dem Ruf des Rufenden antworten, sobald er Mich ruft. Doch auch sie sollen Meinen Ruf hören und an Mich glauben; vielleicht schlagen sie den rechten Weg ein. (Sure al-Baqara, 186)O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und sucht, Ihm Nähe zu kommen, und strengt euch auf Allahs Weg an, damit es euch wohlergeht. (Sure al-Ma’ida, 35)
Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch... (Jakobus, 4/8)
Siehst du nicht, womit Allah ein gutes Wort vergleicht? Es ist gleich einem guten Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen, und der seine Ernte mit seines Herrn Erlaubnis zu jeder Zeit abwirft. So prägt Allah Gleichnisse für die Menschen, damit sie sich ermahnen lassen. (Ibrahim Sure, 24-25)
Ein Verständiger wird gerühmt für einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl. (Sprüche, 16/21)
Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzt, daß ihr wißt, wie ihr einem jeglichen antworten sollt. (Kolosser, 4/6)
Und wahrlich, Wir ließen das Wort nach und nach zu ihnen gelangen, auf dass sie es sich zu Herzen nähmen. (Sure al-Qasas, 51)Ist etwa der, welcher die Stunden der Nacht in Andacht verbringt, sich niederwerfend oder stehend, auf das Jenseits achtend und auf seines Herrn Barmherzigkeit hoffend, ... Sprich: "Sind etwa diejenigen, welche wissen, und jene, welche nicht wissen, einander gleich?" Nur die Verständigen lassen sich warnen. (Sure az-Zumar, 9)
Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts und nicht ein Täter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschaut. (Jakobus, 1/22-23)
Siehe, Allah tut nicht einmal im Gewicht eines Stäubchens Unrecht. Und wenn es eine gute Tat ist, wird Er sie verdoppeln und großen Lohn von Sich geben. (Sure an-Nisa, 40) |
Die Gläubigen sind gute Menschen, die vor Ungerechtigkeit auf der Hut sind, unrechten Verdienst nicht akzeptieren, niemals unaufrichtig sind, die Armen schützen, und anderen Menschen gegenüber höflich und voller Achtung sind. Einige der Textstellen der Thora, die das Verständnis von Güte der Gläubigen beschreiben, lauten folgendermaßen:Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht nach Westen oder Osten kehrt. Fromm ist vielmehr, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und an die Engel und die Schritt und die Propheten; und wer sein Geld -auch wenn er selbst Bedarf hat- für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und den Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verrichtet; und wer die Steuer (zakat) zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind: Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind. (Sure al-Baqara, 177)Und die im Verlangen nach dem Angesicht ihres Herrn standhaft bleiben und das Gebet verrichten und von dem, was Er ihnen beschert, im Verborgenen und öffentlich spenden, und die das Böse mit Gutem abwehren - diese werden mit der Wohnung belohnt. (Sure ar-Ra'd, 22)
Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht haßt samt dem Geiz und seine Hände abzieht, daß er nicht Geschenke nehme... (Jesaja, 33/15)
Wenn nun einer fromm ist, der recht und wohl tut, der auf den Bergen nicht isset, der seine Augen nicht aufhebt zu den Götzen des Hauses Israel... der niemand beschädigt, der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, der niemand etwas mit Gewalt nimmt, der dem Hungrigen sein Brot mitteilt und den Nackten kleidet, der nicht wuchert, der nicht Zins nimmt, der seine Hand vom Unrechten kehrt, der zwischen den Leuten recht urteilt, der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote hält, daß er ernstlich darnach tue: das ist ein frommer Mann, der soll das leben haben, spricht der Herr. (Hezekiel, 18/5-9)
In der Bibel wird mitgeteilt, dass die Menschen nur dann Schönheit auf Erden und im Jenseits gewinnen können, wenn sie glauben und Gutes tun. Eine der Bibelstellen, die das Verständnis von Güte beschreiben, lautet folgendermaßen: … Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben. Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, … und komm und folge mir nach! (Matthäus, 19/17-21)
Eine weitere Erläuterung in der Bibel betont folgendermaßen das Maß, das man sich bei Wohltaten vor Augen halten soll:
Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das deine nimmt, da fordere es nicht wieder. Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr. Und so ihr liebet, die euch lieben, was für Dank habt ihr davon? Denn die Sünder lieben auch ihre Liebhaber. Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, was für Dank habt ihr davon? Denn die Sünder tun das auch. (Lukas, 6/30-33)
Diese werden ihren Lohn doppelt empfangen, weil sie ausharrten und das Böse mit Gutem zurückwiesen und von dein, womit Wir sie versorgten, spendeten. (Sure al-Qasas), 54)Das Gute und das Böse sind fürwahr nicht gleich. Wehre (das Böse) mit Besserem ab, und schon wird der, zwischen dem und dir Feindschaft war, dir wie echter Freund werden. (Sure Fussilat, 34)
Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebet eure Feinde; tut denen wohl, die euch hassen, segnet die, so euch verfluchen und bittet für die, so euch beleidigen. Und wer dich schlägt auf einen Backen, dem biete den anderen auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock. (Lukas, 6/27-29)
Und nimm keine Rücksicht auf verächtliche Schwüremacher (oder auf) Verleumder, die üble Nachrede verbreiten (oder auf) den, der das Gute verhindert, einem Übertreter, großen Sünder, (oder auf) einen Grobian, Taugenichts dazu, auch wenn er reich an Vermögen und Kindern ist. Wenn ihm Unsere Botschaft verlesen wird, sagt er: "Fabeln aus alter Zeit!" (Sure al-Qalam, 10-15)Aber es folgte ihnen ein Geschlecht, welches das Gebet unterließ und seinen Begierden folgte. Doch wahrlich, sie gehen dem Verderben entgegen. (Sure Maryam, 59)
Wenn er aber einen Sohn zeugt, und derselbe wird ein Mörder, der Blut vergießt oder dieser Stücke eins tut, und der andern Stücke keins tut, sondern auf den Bergen isset und seines Nächsten Weib befleckt, die Armen und Elenden beschädigt, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu den Götzen aufhebt und einen Greuel begeht. (Hesekiel, 18/10-12)
Er macht zunichte die Anschläge der Listigen, daß es ihre Hand nicht ausführen kann; er fängt die Weisen in ihrer Listigkeit und stürzt der Verkehrten Rat. (Hiob, 5/12,13)
Du sollst falscher Anklage nicht glauben, daß du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist. Du sollst nicht folgen der Menge zum Bösen und nicht also verantworten vor Gericht, daß du der Menge nach vom Rechten weichest. Du sollst den Geringen nicht beschönigen in seiner Sache. Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, daß er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zuführen. Wenn du den Esel des, der dich haßt, siehst unter seiner Last liegen, hüte dich, und laß ihn nicht, sondern versäume gerne das Deine um seinetwillen. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwürgen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben. Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten. (2. Buch Mose, 23/1-8)
Im Quran wird mitgeteilt, dass eine Person, die von Allah Vergebung wünscht, verzeihend und tolerant zu sein hat:Freundliche Worte und Verzeihung sind besser als ein Almosen, dem Verletzendes folgt. Und Allah ist reich und milde. (Sure al-Baqara, 263)Ob ihr Gutes zeigt oder verbergt oder Böses vergebt, siehe, Allah ist nachsichtig und mächtig. (Sure an-Nisa, 149)Übe Nachsicht, gebiete das Rechte und meide die Unwissenden. (Sure al-A'raf, 199)
In der Thora wird mitgeteilt, dass für einen gläubigen Menschen Geduld und Toleranz unbedingt erforderlich sind. Den Gläubigen wird geraten nicht wütend zu werden oder Rache zu nehmen, wenn sie auf einen Fehler stoßen. Diesbezüglich lauten einige Thorastellen folgendermaßen:Und die unter euch, die großes Vermögen besitzen, sollen nicht schwören, ihren Verwandten und den Armen und denen, die auf Allahs Weg ausgewandert sind, nichts mehr zu geben, sondern Nachsicht üben und verzeihen, Wünscht ihr nicht, dass Allah euch vergibt? Und Allah ist verzeihend und barmherzig. (Sure an-Nur, 22)
Wer geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, und ist ihm eine Ehre, daß er Untugend überhören kann. (Sprüche, 19/11)
Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrührt, der macht Freunde uneins. (Sprüche, 17/9)
Sprich nicht: "Wie man mir tut, so will ich wieder tun und einem jeglichen sein Werk vergelten.” (Sprüche, 24/29)
In der Bibel wird ausgedrückt, dass dem Menschen der verzeiht, auch verziehen wird (Lukas, 6/37); Den Gläubigen wird empfohlen, in dieser Weise zu Allah zu beten "Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben." (Matthäus, 6/12) Ein weiteres Bibelzitat besagt folgendermaßen, dass sich die Gläubigen den Menschen gegenüber tolerant und verzeihend verhalten müssen:
... So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. (Kolosser, 3/12-13)
Die ihr Vermögen auf Allahs Weg ausgeben, gleichen einem Korn, das in sieben Ähren schießt, in jeder Ähre hundert Körner. Und Allah gibt doppelt, wem Er will, und Allah ist umfassend und wissend. (Sure al-Baqara, 261) |
Menschen die glauben, dass ihnen Reichtum und Besitz unendlich lange überlassen bleiben, begehen einen großen Fehler. In einigen Versen des Quran wird dies folgendermaßen erklärt:Gewiss, ihr seid diejenigen, die eingeladen sind auf Allahs Weg zu spenden, doch einige von euch sind geizig. Wer aber geizig ist, ist nur geizig gegen sich selbst. Allah ist der Reiche und ihr seid die Armen. Aber wenn ihr euch abwendet, wird Er euch gegen ein anderes Volk austauschen. Und sie werden nicht wie ihr sein. (Sure Muhammad, 38)
Wie in der Thora im Kapitel Jesaja " Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge tun will. Seine Wand soll weggenommen werden, daß er verwüstet werde; sein Zaun soll zerrissen werden, daß er zertreten werde." (Jesaja, 5/8) geschrieben steht, gilt es im Judentum als eine Eigenschaft der schlechten Moral, Reichtum anzuhäufen und dabei von Leidenschaft befallen zu sein.Niemals entsandten Wir zu einer Stadt einen Warner, ohne dass die Wohlhabenden dort gesagt hätten: "Wir glauben keineswegs an euere Sendung, " Und gesagt hätten: "Wir sind reicher (als ihr) an Vermögen und Kindern und haben keine Bestrafung zu erwarten." Sprich: "Siehe, mein Herr gibt Versorgung, reichlich oder bemessen, wem Er will. Doch die meisten Menschen verstehen es nicht. Und es ist weder euer Vermögen, noch sind es euere Kinder, was euch Uns nahebringt. Nur diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, sollen vielfachen Lohn für das erhalten, was sie bewirkt haben, und in Sicherheit in den hohen Gemächern (des Paradieses) wohnen. (Sure Saba’, 34-37)
Auch die Bibel lenkt die Aufmerksamkeit auf dieses Thema und drückt aus, dass der Reichtum die Menschen manchmal vom Leben der religiösen Moral abhält. (Matthäus, 19/23) Den Menschen wurde mitgeteilt "Gott und dem Mammon" zu dienen (Lukas, 16/13). In der Bibel wird die Fabel von einem dummen Menschen, der Reichtum anhäufte und glaubte, er sei in Sicherheit, folgendermaßen erzählt:
Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, das Feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hin sammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter; und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird's sein, das du bereitet hast? Also geht es, wer sich Schätze sammelt und ist nicht reich in Gott. (Lukas, 12/16-21)
O ihr, die ihr glaubt! Spendet von dem Guten, das ihr erwarbt, und von dem, was Wir für euch aus der Erde hervorkommen lassen. Und sucht darunter nichts Schlechtes zum Spenden aus -etwas, das ihr selber nicht nehmen würdet, ohne dabei ein Auge zuzudrücken. Und wisset, dass Allah unabhängig und des Lobes würdig ist. Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schändliches. Allah aber verheißt euch Seine Vergebung und Huld. Und Allah ist allumfassend und wissend. (Sure al-Baqara, 267-268)Ihr werdet echte Frömmigkeit nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt; und was immer ihr spendet, siehe, Allah weiß es. (Sure Al-Imran, 92)Die, welche von ihrem Besitz bei Nacht und am Tage, im Verborgenen und öffentlich spenden, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn; keine Furcht soll über sie kommen, und sie sollen nicht traurig sein. (Sure al-Baqara, 274)Doch das Gleichnis jener, welche ihr Vermögen im Verlangen nach Allahs Wohlgefallen und aus innerer Überzeugung ausgeben, ist das Gleichnis eines Gärtens auf einem Hügel. Es trifft ihn ein Platzregen, und da bringt er die doppelte Menge an Früchten hervor. Und wenn ihn kein Platzregen trifft, so doch Tau. Und Allah sieht, was ihr tut. (Sure al-Baqara, 265)
... Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also. (Lukas, 3/11)
Nehmet euch der Notdurft der Heiligen an. Herberget gern. (Römer, 12/13)
Die genannten Menschen werden im Quran folgendermaßen gewarnt:
In der Bibel werden jene Geistlichen heftig kritisiert, die den Weg des Propheten Moses (Fsai) verfolgen, jedoch ihr Leben nicht nach der vom Propheten Moses gelehrten Moral einrichten:Wollt ihr (Juden) den Leuten Frömmigkeit gebieten und euere eigenen Seelen vergessen, wo ihr doch die Schrift (Thora) lest? Habt ihr denn keine Einsicht? (Sure al-Baqara, 44)
Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht. Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. (Matthäus, 23/3-4)
Die Gläubigen bedanken sich in jeder Situation bei Allah. Die Leugner denken nicht einmal daran, sich zu bedanken. Dies ist zweifellos eine große Undankbarkeit.
Danken ist eine Andachtsübung, die im Quran in verschiedenen Versen erwähnt wird und die die Gläubigen mit der notwendigen Sensibilität auszuführen haben. Hierzu lauten einige Verse folgendermaßen:
Gleichzeitig berichtet der Quran davon, dass die Danksagenden noch größere Wohltaten empfangen werden, die Undankbaren jedoch heftige Qualen verdienen.Nein! Diene vielmehr Allah und sei einer der Dankbaren. (Sure az-Zumar, 66)Esst von dem, was euch Allah bescherte, das Erlaubte und Gute, und dankt für Allahs Wohltaten, falls ihr Ihm dient. (Sure an-Nahl,114)
In der Bibel steht geschrieben "seid dankbar in allen Dingen". (I. Tessalonicher, 5/18) In den Abschnitten, die das Leben des Propheten Jesus erzählen, wird ausgedrückt, dass dieser bei verschiedenen Anlässen Allah dankte. Dieses angenehme Verhalten ist sicherlich ein schönes Vorbild für die Gläubigen.Und als euer Herr ankündigen ließ: »Wahrlich, wenn ihr dankbar seid, will ich euch (noch) mehr geben. Seid ihr jedoch undankbar, dann ist Meine Strafe gewiss streng.« (Sure Ibrahim, 7)
Auch in der Thora wird den Gläubigen befohlen, zu danken:
…. wurden gestiftet die obersten Sänger und Loblieder und Dank zu Gott. (Nehemia, 12/46)
Geht zu Seinen Toren ein mit Danken, zu Seinen Vorhöfen mit Loben; danket Ihm, lobet Seinen Namen! (Psalmen, 100/4)
… lobet den Namen des Herrn! (Psalmen, 113/1)
... Ich danke Dir und lobe Dich... (Daniel, 2/23)
Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir... (Psalmen, 75/2)
Wehre das Böse mit Gutem ab! Wir wissen ja, was sie (über Uns) aussagen. (Sure al-Mu'minun, 96) |
In der Bibel wird mitgeteilt, dass Zorn eine schlechte Gewohnheit ist und dass diejenigen, die ihrem Bruder gegenüber von Zorn befallen werden, „eine Verurteilung rechtfertigen“. Diesbezüglich lautet ein Bibelzitat folgendermaßen:Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben - und Allah liebt die Gutes Tuenden. (Sure Al-Imran, 134)
Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. (Epheser, 4/31)
In der Thora weisen einige Stellen darauf hin, dass sich die Gläubigen vor Zorn hüten müssen:
Ein Narr zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer die Schmach birgt, ist klug. (Sprüche, 12/16)
Ein Ungeduldiger handelt töricht... (Sprüche, 14/17)
Folgendermaßen lauten einige Quranverse, die das Gebet beschreiben:
Die Bedeutung des Betens sowie Beispiele von Gebeten der Gläubigen finden sich in Bibel und Thora. In der Bibel lauten einige der Erläuterungen bezüglich des Gebetes folgendermaßen:Er ist der Lebendige. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Darum ruft Ihn an in aufrichtigem Glauben… (Sure Ghafir, 65)Ruft eueren Herrn in Demut und im Verborgenen an. Siehe, Er liebt die Maßlosen nicht. (Sure al-A'raf, 55)Gedulde dich, zusammen mit denen, welche deinen Herrn des Morgens und Abends anrufen im Trachten nach Seinem Angesicht. Und wende deine Augen nicht von ihnen ab im Trachten nach der Schönheit des irdischen Lebens… (Sure al-Kahf, 28)Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, siehe, Ich bin Nähe. Ich will dem Ruf des Rufenden antworten, sobald er Mich ruft. Doch auch sie sollen Meinen Ruf hören und an Mich glauben; vielleicht schlagen sie den rechten Weg ein. (Sure al-Baqara, 186)
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden... (Matthäus, 6/7)
Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen. (Matthäus, 21/22)
Haltet an am Gebet und wachet in demselben mit Danksagung. (Kolosser, 4/2)
In der Thora wird mitgeteilt, dass Gebete eine wichtige Andachtsübung sind, dass Allah die Gebete annimmt und auch, wie das Gebet eines Gläubigen zu sein hat:
Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der Herr ward meine Zuversicht. Und er führte mich aus ins Weite. Er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. (Psalmen, 18/20)
Ich breite meine Hände aus zu dir; meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. Herr, erhöre mich bald... Laß mich frühe hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir habe ich Zuflucht. Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott… Herr, erquicke mich um deines Namens willen; führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen… und verstöre meine Feinde um deiner Güte willen und bringe alle um, die meine Seele ängsten… (Psalmen, 143/6-12)
Der Mensch hat also die Aufgabe, sich Allah mit dem Bewußtsein eines Dieners zuzuwenden und seine Reue nicht hinauszuzögern. Denn im Moment des Todes kann die Reue nicht mehr akzeptiert werden. Einige der Verse des Quran, in denen die Menschen zur Reue aufgerufen werden, lauten folgendermaßen:
In der Bibel lauten manche Zitate über die Reue folgendermaßen:... Und bekehrt euch zu Allah allzumal, o ihr Gläubigen, damit es euch wohlergehe. (Sure an-Nur, 31)Wer aber nach seiner Sünde umkehrt und sich bessert, siehe, zu dem kehrt sich auch Allah; siehe, Allah ist verzeihend, barmherzig. (Sure al-Ma’ida, 39)Außer denen, die bereuen und glauben und gute Werke tun; denn deren Böses wird Allah in Gutes umwandeln. Und Allah ist verzeihend und barmherzig. (Sure al-Furqan, 70)
Ich bin gekommen zu rufen die Sünder zur Buße, und nicht die Gerechten. (Lukas, 5/32)
Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. (Lukas, 13/5)
Sie sind aber nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine aufrechte Gemeinde, welche die Verse Allahs zur Zeit der Nacht liest und sich niederwirft. Diese glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen. (Sure Al-Imran, 113-114) |
Wenn die Menschen gefragt werden „Was hast du für Allah getan“ geben sie verschiedene Antworten. Der eine sagt, dass er die Armen speiste, ein anderer, dass er verschiedene Andachtsübungen verrichtet hat und wieder ein anderer, dass er gebetet hat. Ohne Zweifel sind dies schöne Verhaltensweisen. Allerdings ist es ein großer Fehler, wenn der Mensch sich nur zu bestimmten Zeiten zum Wohlgefallen Allahs verhält, sich die restliche Zeit jedoch in einem Zustand großer Gedankenlosigkeit bezüglich der Existenz Allahs und dem Nahen des Tages der Abrechnung befindet. Tatsächlich vergisst ein Gläubiger Mensch nicht, dass Allah ihn umfängt und behütet, und er bemüht sich nach Kräften in jedem Moment seines Lebens darum, das ewige Leben im Paradies zu gewinnen und sich vor den endlosen Qualen der Hölle zu retten.
Im Quran wird mitgeteilt, dass Andachtsübungen und Leben und Tod der Gläubigen nur für "Allah, den Herr der Welten" sind (Sure al-An'am, 162). Dies hat die Bedeutung, das das einzige Ziel des Gläubigen darin bestehen muss, die Zufriedenheit Allahs zu gewinnen. Im Quran teilt Allah mit, dass diejenigen errettet werden, die es zu ihrem einzigen Ziel erheben, Ihn zufrieden zu stellen:
Im Quran wird weiter mitgeteilt, dass der Prophet Salomon (Fsai) in seinem Gebet von Allah wünschte, ihm Inspirationen für Tätigkeiten einzugeben, die Sein Wohlgefallen gewinnen würden. Dieses Gebet des Propheten Salomon (Fsai) ist für alle Gläubigen ein schönes Vorbild:Ist nun etwa der besser, der sein Gebäude auf Gottesfurcht und auf Allahs Huld gegründet hat, oder der, welcher sein Gebäude auf den Rand fortgespülten Schwemmsandes gegründet hat, und der mit ihm in das Feuer der Hölle gespült wird? Und Allah leitet nicht die Ungerechten. (Sure at- Tauba, 109)
Im Alten Testament wird ebenfalls ausgedrückt, dass die Gläubigen zu Allah beteten „Lehre uns Deinen Wohlgefallen zu bewirken“. Dieses Gebet aus dem Buch der Psalter lautet folgendermaßen:... "O mein Herr! Halte mich dazu an, - für Deine Gnade zu danken, die Du mir und meinen Eltern gewährt hast, und rechtschaffen zu handeln, zu Deinem Wohlgefallen. Und führe mich in Deine Barmherzigkeit unter Deine rechtschaffenen Diener ein." (Sure an-Naml, 19)
Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen, denn Du bist mein Gott... (Psalmen, 143/9-10)
Auch in der Bibel wird mitgeteilt, dass der eigentliche Wunsch der mit dem Propheten Jesus (Fsai) Verbundenen das Bemühen um die Zufriedenheit Allahs ist. Es wurde stets darauf hingewiesen, dass der Prophet Jesus (Fsai) eine überlegene Moral und ein hervorragendes Verhalten aufweist, das nur dazu dient, Allah zufrieden zu stellen und dass alle Gläubigen ebenso zu sein haben. In der Bibel wird folgendermaßen mitgeteilt, dass die Gläubigen alle Taten ihre nur für Allah ausführen sollen:
Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre. (Korinther, 10/31)
... seid gehorsam in allen Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfalt des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen. (Kolosser, 3/22-24)
Im Quran wurde die Bestimmung "Und wende dich in Geduld deinem Herrn zu." (Sure al-Muddaththir, 7) mitgeteilt. Das heißt, dass Geduld eine Andachtsübung ist (Sure al-Ma'aridsch, 5). Diejenigen, die sich in ihrem kurzen weltlichen Leben gedulden, erhielten folgende Freudenbotschaft:
Außerdem ist Geduld ein Charakteristikum der guten Moral, die den Gläubigen in materieller und geistiger Hinsicht Kraft gewinnen läßt. Im Quran teilt Allah mit, dass zur Zeit des Propheten im Krieg zwanzig geduldige Gläubige 200 Krieger besiegen konnten und es wird berichtet, dass einhundert geduldige Menschen Tausend andere besiegen können. Dieser Vergleich zeigt deutlich die Kraft, die die Geduld den Gläubigen gewinnen läßt. Der diesbezügliche Vers lautet folgendermaßen:Und wahrlich, Wir werden euch mit Furcht prüfen sowie mit Hunger und Verlust an Besitz und Menschenleben und Früchten; doch verkünde den Standhaften Heil. (Sure al-Baqara, 155)
Auch in der Thora wurde die Bedeutung der Geduld betont und mitgeteilt, dass die Geduldigen überlegen sein werden. In der Thora wird die Kraft der Geduldigen folgendermaßen erklärt:... Sind auch nur zwanzig Standhafte unter euch, können sie zweihundert überwinden. Und wenn unter euch hundert sind, so können sie tausend der Ungläubigen überwinden… (Sure al-Anfal, 65)
Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser als Gold… (Sprüche, 16/32)
In der Bibel wurde den Gläubigen in verschiedenen Erläuterungen mitgeteilt, sich in Geduld zu üben. Einige davon lauten folgendermaßen:
Ein Knecht aber des Herrn soll nicht zänkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaft, der die Bösen tragen kann. (II. Timotheus, 2/24)
Mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe. (Epheser, 4/2)
... traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. (I. Thessalonicher, 5/14)
Siehe, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Wechsel der Nacht und des Tages und in den Schiffen, welche das Meer durcheilen mit dem, was den Menschen nützt, und in dem was Allah vom Himmel an Wasser niedersendet, womit er die Erde nach ihrem Tode belebt, und was Er an allerlei Getier auf ihr verbreitet, und in dem Wechsel der Winde und der Wolken, die dem Himmel und der Erde dienen wahrlich, in all dem sind Zeichen für Leute von Verstand! (Sure al-Baqara, 164)
Siehe, in der Schöpfung von Himmeln und Erde und in dem Wechsel von Nacht und Tag sind wahrlich Zeichen für die Verständigen, die da Allahs gedenken im Stehen und Sitzen und Liegen und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: "Unser Herr, Du hast dies nicht umsonst erschaffen! Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Feuerspein! (Sure Al-Imran, 190-191)
Ist etwa der, dessen Brust Allah für den Islam ausgedehnt hat, so dass er Licht von seinem Herrn empfängt, ... ? Darum wehe denen, deren Herzen gegen das Denken an Allah verhärtet sind! Sie sind in offenkundigem Irrtum. (Sure az-Zumar, 22) |
... Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verständig? Habt ihr noch ein erstarrtes Herz in euch? (Markus, 8/17)
Sehet an, liebe Brüder, eure Berufung... (Korinther, 1/26)
Der Herr aber wird dir in allen Dingen Verstand geben. (II. Timotheus, 2/7)
In der Thora wird die Bedeutung des Nachdenkens über die Schöpfungskunst Allahs und Dessen Allmacht betont und die Gläubigen werden zu tiefem Nachdenken aufgefordert. Einige Erläuterungen bezüglich der Bedeutung des tiefen Nachdenkens lauten in der Thora folgendermaßen:
Sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. (Psalmen, 1/2)
Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an Dich... (Psalmen, 63/7)
Darum gedenke ich an die Taten des Herrn; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder. (Psalmen, 77/12)
In den Versen 113-114 der Sure Al-Imran wird die Aufmerksamkeit auf eine Gemeinschaft innerhalb der Christen und Juden gelenkt, der von Allah ein Buch gesandt wurde:Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird. (Sure Al-Imran, 104)Die sich Bekehrenden, die (Allah) Dienenden, die Lobpreisenden, die Fastenden, die sich Beugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Unrechte Verbietenden, die Allahs Gebote Beobachtenden... verkünde den Gläubigen Heil! (Sure at-Tauba, 112)
Auch das Leben des Propheten Jesus (Fsai) und seiner Schüler sind schöne Beispiele. Einige Bibelstellen zu diesem Thema lauten folgendermaßen:Sie sind aber nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine aufrechte Gemeinde, welche die Verse Allahs zur Zeit der Nacht liest und sich niederwirft. Diese glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen. (Sure Al-Imran, 113-114)
Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Wortes. (Apostelgeschichte, 6/4)
Liebe Brüder, so jemand unter euch irren würde von der Wahrheit, und jemand bekehrte ihn, der soll wissen, daß, wer den Sünder bekehrt hat von dem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geholfen und wird bedecken die Menge der Sünden. (Jakobus, 5/19-20)
Im Quran wird folgendermaßen davon berichtet, dass die fortwährend Leugnenden auch von dem Propheten Muhammad ein Wunder wollten:
Kluge und gewissenhafte Menschen jedoch müssen keine Wunder sehen, um an Allah zu glauben. Denn für einen verständigen Menschen ist alles ein Beweis für Allah. Von den Atomen bis zu den Galaxien ist jeder Bereich des Universums voller Beweise für die Existenz Allahs und die Schöpfung. Diejenigen, die darauf bestehen, ein Wunder zu sehen, haben lediglich die Absicht, einen Ausweg zu finden. Ein Anzeichen hierfür sind unwahre Verdächtigungen gegenüber den Wundern der Propheten, wie die Beschuldigung der Zauberei oder der Sabotage.Und sie sagen: "Wir glauben dir niemals ehe du uns nicht aus der Erde eine Quelle hervorsprudeln lässt; oder bis du einen Palmen- und Rebgarten besitzt, in dessen Mitte du Bäche hervorsprudeln lässt; oder bis du, wie du behauptest, den Himmel in Stücken auf uns niederfallen lässt oder Allah und die Engel uns gegenüberstellst; oder bis du ein Haus aus Gold besitzt oder in den Himmel aufsteigst; und wir wollen nicht eher an dein Hinaufsteigen glauben, als bis du uns ein Buch herabkommen lässt, das wir lesen können." Sprich: "Preis sei meinem Herrn! Bin ich mehr als ein Mensch, als ein Gesandter?" (Sure al-Isra, 90-93)
Die Unaufrichtigkeit der Leugner, die Wunder sehen wollen, wurde in der Bibel mit "Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufstünde." (Lukas, 16/31) beschrieben.
In einem Vers des Quran wird folgendermaßen beschrieben, das diese Menschen auch dann nicht glauben werden, wenn sie ein Wunder sehen:
Selbst wenn Wir Engel zu ihnen herniedergesandt und die Toten zu ihnen gesprochen und Wir alle Dinge vor ihnen versammelt hätten, hätten sie doch nicht geglaubt, es sei denn, Allah hätte es gewollt; jedoch, die Mehrzahl von ihnen ist unwissend. (Sure al-An'am, 111)Und bei Allah haben sie den feierlichsten Eid geschworen: Wenn nur ein Wunder zu ihnen käme, wahrlich, dann würden sie daran glauben. Sprich: "Über Wunder verfügt nur Allah!"Doch was macht euch (so) sicher, dass sie daran glauben, wenn sie kämen? (Sure al-An'am, 109)
Und sie sagen: "Unsere Herzen sind vor dem, wozu du uns aufrufst, verhüllt, und in unseren Ohren ist Taubheit, und zwischen uns und dir ist ein Vorhang. So handle also. Auch Wir werden handeln." (Sure Fussilat, 5)Versiegelt hat Allah ihre Herzen und Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und für sie ist schwere Strafe bestimmt. (Sure al-Baqara, 7)Und wahrlich, Wir bestimmten viele der Dschinn und der Menschen für die Hölle. Herzen haben sie, mit denen sie nicht verstehen. Augen haben sie, mit denen sie nicht sehen. Und Ohren haben sie, mit denen sie nicht hören. Sie sind wie das Vieh, ja verirren sich noch mehr. Sie sind die Achtlosen. (Sure al-A'raf, 179)
Ihr habt Augen, und sehet nicht, und habt Ohren, und höret nicht, und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter fünftausend: wie viel Körbe voll Brocken hobt ihr da auf?… (Markus, 8/18-19)
Im Quran wird mitgeteilt, dass Menschen von dieser Moral sich nicht mittels unaufrichtiger Anstrengungen retten können, sondern einen Schaden erleiden werden:Siehst du nicht jene, welche sich selber für rein halten? Allah aber läutert, wen Er will. Und es soll euch nicht um ein Fädchen vom Dattelkern Unrecht geschehen. (Sure an-Nisa, 49)
In der Thora wird mitgeteilt, dass es für die Menschen ein Anzeichen schlechter Moral ist, wenn sie ständig Lob erwarten und erhöht werden wollen. (Psalmen, 25/27) In zahlreichen Bibelstellen wird dagegen darauf hingewiesen, dass sich diejenigen in Wahrheit erniedrigen, die von Hochmut eingenommen sind und sich selbt erhöhen. Der folgende Satz stammt aus dem Lukassevangelium:Sprich: "Sollen Wir euch sagen, wer hinsichtlich ihrer Werke die größten Verlierer sind? Die, die sich mit Eifer im irdischen Leben verloren, während sie glaubten, das Richtige zu tun!" (Sure al-Kahf, 103-104)
... Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. (Lukas, 18/14)