O Volk der Schrift! Nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, um euch vieles, was ihr von der Schrift verbargt, zu enthüllen, und um vieles nachsichtig zu übergehen. Von Allah ist zu euch nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen. (Sure al-Ma’ida, 15) |
- dass Allah alle Lebewesen in wunderbarer Weise erschaffen hat und die Menschen eine von Allah gegebene Seele besitzen.Der Glaube der Anhänger der Buchreligionen harmonisiert nicht nur in Glaubensdingen sondern auch in den moralischen Werten. In einer Welt, in der heute Sittenlosigkeit wie Prostitution, Homosexualität und Rauschmittelabhängigkeit, aber auch das Modell des egoistischen, auf seinen Vorteil bedachten und unbarmherzigen Menschen rasch Verbreitung findet, glauben die Anhänger der Buchreligionen und die Muslime an die gleichen Tugenden. Ehre, Anstand, Bescheidenheit, Opferbereitschaft, Aufrichtigkeit, Güte, Barmherzigkeit und Liebe ohne Erwartung ...
- dass Allah im Lauf der Geschichte zahlreiche Propheten sandte, Muhammad (s.a.w.s), Jesus (Fsai), Moses (Fsai) gemeinsam mit Noah (Fsai), Abraham (Fsai), Isaak (Fsai), Josef (Fsai), und David (Fsai).
- an die Auferstehung nach dem Tode, an Himmel und Hölle und an die Existenz der Engel und daran, dass Allah unser Leben vorherbestimmt hat.
Wir Muslime nähren eine tiefe Liebe und Achtung gegenüber dem Propheten Moses (Fsai) und dem Propheten Jesus (Fsai), wir wissen, dass diese vor Allah wertvolle und heilige Menschen sind und glauben an alle Propheten, die unser Herr schickte. Wir achten die moralischen Notwendigkeiten, die uns Allah im Quran lehrte, sowie den Glauben, die Werte und Traditionen aller Juden und Christen. Allah erteilte den Muslimen im Quran einen Befehl, der sich auf die Anhänger der Buchreligionen bezieht und diese “zu einem gemeinsamen Wort zur Vereinigung” aufruft:
Unser Aufruf an Christen und Juden ist eben dies: Laßt uns als an Allah glaubende und Seiner Offenbarung gehorchende Manschen zu einem gemeinsamen Wort des Glaubens zusammenkommen. Laßt uns alle Allah, unseren Schöpfer und Herrn lieben. Laßt uns Seinen Befehlen gehorchen. Laßt uns beten, dass uns Allah veranlasst, das Richtige zu erlangen. Wenn Muslime, Christen und Juden sich auf diese Weise zu einem gemeinsamen Wort vereinigt haben, wenn sie verstanden haben, dass sie nicht einander Feind sondern Freund sind und wenn sie erkannt haben, dass das eigentlich zu bekämpfende Gedankengebäude der Atheismus ist, dann wird die Welt ein ganz anderer Ort sein. Seit Jahrhunderten andauernde Auseinandersetzungen, Feindseligkeiten, Ängste und Gewalt werden ein Ende finden und aus einem gemeinsamen Wort wird eine neue, auf Liebe, Achtung und Ruhe aufgebaute Zivilisation entstehen.Sprich: "O Leute der Schrift! Kommt herbei! Einigen wir uns darauf, dass wir Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass die einen von uns die anderen nicht zu Herren neben Allah annehmen."... (Sure Al-Imran, 64)
Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium- (Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen; … (Sure Al-Imran, 3-4) |
Man beachte, dass die Muslime als Menschen beschrieben werden, die sowohl an den Quran glauben, der dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) gesandt wurde, wie auch an die vorher herabgesandten Bücher. Diese Bücher werden im Quran als die Seiten des Propheten Abraham (Fsai), die an den Propheten Moses (Fsai) gesandte Thora, die an den Propheten David (Fsai) gesandten Psalter und Bibel beschrieben. Diese Bücher wurden jedoch willkürlich abgeändert, so dass einige Abschnitte Auslegungen und Erklärungen beinhalten, die der wahren Religion widersprechen. Doch gleichzeitig wurden bis in unsere Tage Abschnitte überliefert, die der rechten Religion entsprechende Befehle enthalten, wie der Glaube an Allah und das Jenseits, das Verbot der Beigesellung und das Aufzeigen der guten Moral. Allah teilte mit, dass diese Bücher ein Wegweiser für die Menschen sind. In einem Vers wird folgendermaßen befohlen:A. L. M. Dies Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen, die da glauben an das Verborgene und das Gebet verrichten und von Unserer Gabe spenden: Und die da glauben an das, was auf dich herabgesandt wurde und vor dir herabgesandt wurde, und fest aufs Jenseits vertrauen. (Sure al-Baqara, 1-4)
In einem anderen Vers wird die Thora folgendermaßen dargestellt:Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium- (Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen; … (Sure Al-Imran, 3-4)
Im Quran wurde mitgeteilt, dass manche jüdische Geistliche in der Thora den Sinn der Wörter verdrehen (Sure al-Ma’ida, 41); und dass manche von denen die Schrift selbst schreiben, dann aber sagen: "Dies ist von Allah!" (Sure al-Baqara, 79), also dass das Buch Allahs willkürlich abgeändert wurde. Die Christen unterlagen mit der Vergöttlichung des Propheten Jesus (Fsai) einem großen Irrtum (Sure an-Nisa, 171). Allah lenkt im Quran die Aufmerksamkeit auf die moralischen Fehler mancher Anhänger der Buchreligionen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Anhänger der Buchreligionen in Unachtsamkeit und Irrtum leben. In verschiedenen Versen teilt Allah mit, dass sich unter Juden und Christen religiöse Menschen befinden, die Allah aufrichtig verbunden sind:Siehe, Wir haben die Thora hinabgesandt, in der sich eine Rechtleitung und ein Licht befinden, mit der die gottergebenen Propheten die Juden richteten; so auch die Rabbiner und (Schrift-)Gelehrten nach dem, was vom Buche Allahs ihrer Hut anvertraut war und was sie bezeugten. Darum fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkauft nicht Meine Botschaft um einen geringen Preis. ... (Sure al-Ma’ida, 44)
So befinden sich unter den Anhängern der Buchreligionen nach Muslimischer Auffassung zahlreiche Menschen, die aufrichtig glauben und die Rettung erlangen werden. Allah kennt das Herz der Menschen und teilt mit, dass manche Menschen unter den Anhängern der Buchreligionen von Ihm selbst Gotteslohn erhalten werden.Sie sind aber nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine aufrechte Gemeinde, welche die Verse Allahs zur Zeit der Nacht liest und sich niederwirft. Diese glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen. Und was sie an Gutem tun, es wird ihnen niemals bestritten; und Allah kennt die Gottesfürchtigen. (Sure Al-Imran, 113-115)Und siehe, unter den Leuten der Schrift gibt es welche, die an Allah glauben und an das, was zu euch hinabgesandt wurde und was zu ihnen hinabgesandt wurde. Sie sind demütig vor Allah und verkaufen die Zeichen Allahs nicht für einen winzigen Preis Ihr Lohn ist bei ihrem Herrn; siehe, Allah ist schnell im Rechnen. (Sure Al-Imran, 199)
... Jedem von euch gaben Wir ein Gesetz und einen Weg. Wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten. Zu Allah ist euere Heimkehr allzumal, und Er wird euch dann darüber aufklären, worüber ihr uneins seid. (Sure al-Ma’ida, 48)
Dann oftenbarten Wir dir: "Folge der Religion Abrahams, des Lauteren im Glauben, der kein Götzendiener war!" (Sure an-Nahl, 123) |
Im Quran wird mitgeteilt, dass die Religion des Propheten Abraham (Fsai) eine als “hanif” bezeichnete Religion ist. Das Wort “hanif” bedeutet „aufrichtiger Mensch, der sich dem Willen Allahs überantwortet hat und sich niemals von der Religion Allahs abwendet”. In einem Vers teilt Allah dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) folgendermaßen mit, sich der glaubensfesten Religion des Propheten Abraham (Fsai) anzuschliessen:"Frieden sei auf Noah in aller Welt!" So belohnen Wir fürwahr die Rechtschaffenen. Er war gewiss einer Unserer gläubigen Diener. Die anderen ließen Wir dann ertrinken. Und zu seiner Glaubensgemeinde gehörte auch Abraham, (Sure as-Saffat, 79-83)
Die Söhne, Enkel und die anderen aufrichtigen Gläubigen, die vom Propheten Abraham (Fsai) abstammten und ihm folgten, übernahmen die Abraham (Fsai) von Allah offenbarte Religion. Dies wird im Quran wie folgt mitgeteilt:Dann oftenbarten Wir dir: "Folge der Religion Abrahams, des Lauteren im Glauben, der kein Götzendiener war!" (Sure an-Nahl, 123)
Und wer außer dem, der töricht ist, verschmäht die Religion Abrahams? Fürwahr, Wir wählten ihn in dieser Well aus und, wahrlich, im Jenseits gehört er zu den Rechtschalfenen Als sein Herr zu ihm sprach: 'Ergib dich (Mir)!', sprach er: "Ich gebe mich völlig dem Herrn der Welten hin." Und Abraham legte es seinen Kindern ans Herz. Und Jakob (sprach:)"O meine Kinder! Siehe Allah hat euch Glauben erwählt; so sterbt nicht, ohne Gottergebene zu sein." Oder wart ihr Augenzeugen, als Jakob der Tod nahte? Da sprach er zu seinen Söhnen: "Was werdet ihr nach mir anbeten?" Sie sprachen: "Anbeten werden wir deinen Gott und den Gott deiner Väter Abraham und Ismael und Isaak, den einzigen Gott, und Ihm sind wir völlig ergeben." (Sure al-Baqara, 130-133)
… Da sprach er zu seinen Söhnen: "Was werdet ihr nach mir anbeten?" Sie sprachen: "Anbeten werden wir deinen Gott und den Gott deiner Väter Abraham und Ismael und Isaak, den einzigen Gott, und Ihm sind wir völlig ergeben." (Sure al-Baqara, 133) |
Deshalb sollten sich alle Juden und Christen, die wie der Prophet Abraham (Fsai) und die ihm folgenden frommen Gläubigen von Herzen an Allah glauben nur Ihm zuwenden und die Moral des Propheten Abraham (Fsai) übernehmen. Es ist einer der besten Wege für die Gäubigen, Liebe, Gehorsam und Nähe zu den Propheten durch den Eifer ebensolcher Frömmigkeit auszudrücken. Die Muslime glauben, so wie es der Herr im Quran befahl, an das den Propheten Herabgesandte.Siehe, diejenigen Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind wahrlich jene, die ihm folgen, und das sind der Prophet und die Gläubigen. Und Allah ist der Hort der Gläubigen. (Sure Al-Imran, 68)
Sprecht: "Wir glauben an Allah und an das, was Er zu uns herabsandte, und was Er zu Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und den Stämmen herabsandte, und was Moses und Jesus und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen einem von ihnen; und wahrlich, wir sind Muslime." (Sure al-Baqara, 136)