Zweifellos gibt es neben Ähnlichkeiten auch einige grundsätzliche Glaubensunterschiede. Diese Glaubensunterschiede waren in der Geschichte und sind auch heute noch Grund für Diskussionen und Auseinandersetzungen zwischen den Angehörigen der drei Göttlichen Religionen. In einer Zeit, in der atheistische Ideologien auftreten, ist es jedoch notwendig, nicht die Unterschiede der Religionen, sondern deren Ähnlichkeiten zu betonen.
Solche und andere Schlechtigkeiten bringen die Welt an die Schwelle des materiellen und ideellen Niedergangs. Auf der anderen Seite bedrohen atheistisch-materialistische Philosophien sowohl das weltliche wie auch das jenseitige Leben der Menschen. All dies zeigt, dass zwischen den Milliarden von Menschen auf der Erde und den auf Hilfe wartenden Katastrophenopfern eigentlich kein Unterscheid besteht.
Die Ungläubigen sind (auch) einer des anderen Beschützer. Wenn ihr nicht entsprechend handelt, entsteht Zwietracht und großes Unheil auf Erden. (Sure an-Anfal, 73) |
... allezeit jaget dem Guten nach, untereinander und gegen jedermann. (I. Thessalonicher, 5/15)
Niemand lästern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmütigkeit beweisen gegen alle Menschen. (Titus, 3/2)
Die Thora dagegen drückt folgendermaßen aus, dass sich die Juden anderen Menschen gegenüber wohlwollend zu verhalten haben:
Suchet das Gute und nicht das Böse, auf daß ihr leben möget, so wird der HERR, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihr rühmet. Hasset das Böse und liebet das Gute; bestellt das Recht im Tor… (Amos, Bap 5, 14-15)
Im Quran teilt Allah in zahlreichen Versen die Bedeutung der guten Moral, und des Vergeltens von Schlechtem mit Gutem mit. Auch befahl er den Muslimen, sich Juden und Christen wohlwollend und tolerant anzunähern. Im Quran wird auch mitgeteilt, dass Christen und Juden den Muslimen näher sind als Heiden und Atheisten. Die Anhänger der Buchreligionen, auch wenn Glaube und Ausführung des Glaubens mit der Zeit willkürlich abgeändert wurden verfügen über moralische Normen, die sich auf die göttliche Offenbarung stützen sowie auf die Kategorien von Erlaubtem und Verbotenem. Deshalb ist eine Speise, die von den Anhängern der Buchreligionen zubereitet wurde, für die Muslime erlaubt. In gleicher Weise wurde muslimischen Männern erlaubt, Frauen der Angehörige der Buchreligionen zu heiraten. Im diesbezüglichen Vers befiehlt Allah folgendermaßen:
Diese Bestimmungen zeigen, dass Muslime und Anhänger der Buchreligionen durch Heiraten verwandschaftliche Beziehungen eingehen und beide Seiten einander zum Essen einladen können; dies sind Grundprinzipien, die den Aufbau enger menschlicher Beziehungen und eines gemeinschaftlichen Lebens in Ruhe gewährleisten. Nachdem im Quran dieser ausgeglichene und tolerante Blickwinkel empfohlen wird, ist es undenkbar, dass Muslime gegenteiliger Ansicht sind.Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Auch die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, so wie euere Speisen ihnen erlaubt sind. Und (erlaubt sind euch zu heiraten) tugendhafte Frauen, die gläubig sind, und tugendhafte Frauen von denen, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde, sofern ihr ihnen ihr Brautgeld gegeben habt und tugendhaft mit ihnen lebt, ohne Unzucht, und keine Geliebten nehmt. Wer den Glauben verleugnet, dessen Werk ist fruchtlos, und im Jenseits ist er einer der Verlorenen. (Sure al-Ma’ida, 5)
Gestützt auf diese Grundprinzipien sollen sich Muslime, Christen und Juden achtungsvoll und freundlich begegnen und dem Aufruf des Quran „sich zu einem gemeinsamen Wort vereinigen“ folgen. Das Geheimnis der Allianz von Muslimen und Anhängern der Buchreligionen liegt in diesem Aufruf:
Sprich: "O Leute der Schrift! Kommt herbei! Einigen wir uns darauf, dass wir Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass die einen von uns die anderen nicht zu Herren neben Allah annehmen."… (Sure Al-Imran, 64)
Der größte Trugschluß, den die Gottesleugner anführen, ist die Behauptung, dass alles im Universum, ob tot oder lebendig, als Ergebnis eines Zufalls entstand. Um diesen Aberglauben, den die Leugner zu verbreiten versuchen, zu beseitigen, ist es notwendig, die Schöpfungsbeweise unserer Umgebung im Licht der modernen Wissenschaft zu sehen und dies den Menschen zu vermitteln. Gewissenhafte Menschen, die die wunderbare Beschaffenheit der Lebewesen, deren hervorragendes Design und die anderen außerordentlichen Systeme des Universums in aller Deutlichkeit erkennen, werden verstehen, dass diese nicht durch Zufall entstanden sind, sondern dass alles von Allah erschaffen wurde, Der allmächtig ist.
Die Schöpfungsbeweise umfassen die Existenz Allahs sowie alle Informationen und Tatsachen, die Seine Allmacht, Kunstfertigkeit und Sein Wissen ausbreiten. Diese dienen den Menschen als Anlaß, die Existenz Allahs zu bemerken und sich Ihm zuzuwenden.
Der obige Vers enthält Informationen, über die bändeweise Bücher geschrieben werden können. So erweitert zum Beispiel das Nachdenken über die sieben verschiedenen Schichten der Atmosphäre und der Nutzen, den diese für das irdische Ökosystem und die Lebewesen haben, über Sonne und Mond, die Jahreszeiten, das Klima sowie Tag und Nacht und deren Auswirkungen auf das menschliche Leben den Horizont der Menschen und ist ein Weg, den Glauben zu stärken. Gleichermassen wirksam ist das Nachdenken darüber, welche Gefahren der kleinste Fehler in diesen Systemen haben kann. Das ganze Universum ist voller ähnlicher Details. Ein grosser Teil der Menschen denkt jedoch niemals über diese Außerordentlichkeit des täglichen Lebens nach. Aus diesem Grund kann eine Verkündung zum Nachdenken anregen, die die nicht bedachten Seiten der Schöpfungsbeweise den Menschen erklärt und sie kann ebenso wirkungsvoll sein beim Erkennen und Loben der Kraft und Allmacht Allahs.Seht ihr denn nicht, wie Allah einen über dem anderen sieben Himmel erschaffen. Und in sie den Mond als Licht und die Sonne als Leuchte gesetzt hat? Und Allah ließ euch Pflanzen gleich aus der Erde herauswachsen; dann wird Er euch wieder in sie zurückbringen und (schließlich) von neuem hervorbringen. Allah hat die Erde für euch fürwahr zu einem Teppich gemacht, damit ihr euch darauf auf breiten Wegen bewegen könnt." (Sure Nuh, 15-20)
Es ist klar, dass sich im Leben eines Menschen, der Allah erkennt und ihn wie erforderlich preist, in seiner Moral und seinem allgemeinen Verhalten sehr positive Veränderungen ereignen. Ein Mensch, der sich der Kraft und der Allmacht Allahs bewußt ist, wird sich bemühen Seine Befehle lückenlos zu erfüllen und eine Moral zu leben, die Allah gefällt. Auf diese Weise wird die Anzahl der Menschen zunehmen, die ein angenehmenes Verhalten aufweisen, die bescheiden, tolerant, verständnisvoll, geduldig, loyal, opferbereit, barmherzig, mutig, aufrichtig, und gerecht sind sowie über eine offene Einstellung verfügen, und mit der Verbreitung der von Allahs Moral wird die Welt zum schönsten Ort werden.
So wollen wir uns zusammenfinden, laßt uns die Tatsachen der Schöpfung untersuchen, erforschen und sie allen Menschen erklären, und lasst uns Allah, unseren Herrn lieben, Ihm danken und fortfahren, die von Ihm befohlene Moral zu leben und die Andachten zu Seinem Wohlgefallen zu verrichten.
In Wirklichkeit gab die Lehre von der Evolution den Atheisten jedoch nicht diese Gelegenheit. Denn die Theorie steht im deutlichen Widerspruch zu den Erkenntnissen der Wissenschaft. Zahlreiche Wissenschaftszweige wie Paläontologie, Biochemie, Populationsgenetik, vergleichende Anatomie und Biophysik zeigen, dass die Entstehung der Lebewesen nicht durch natürliche Prozesse und Zufälle zu erklären ist, wie von der Evolutionstheorie behauptet wird. Die Evolution wird also nicht wegen der Wissenschaft, sondern trotz der Wissenschaft verteidigt.
Doch sind gegenwärtig einflussreiche Positionen in Wissenschaft und auch manchen Nachrichtendiensten von fanatischen und eifernden Fürsprechern der Evolutionstheorie besetzt. Die in Rede stehenden Kreise zielen darauf ab, den Darwinismus zu welchem Preis auch immer aufrecht zu halten und sehen deshalb kein Problem darin, diese Tatsachen zu verheimlichen oder zu verzerren. Man ist bemüht, Wissenschaftler und Werke, die die Arbeiten der Evolutionstheorie kritisieren, außen vor zu lassen. Einfluß und Überzeugungskraft wurden vereinigt, um die Menschen daran zu hindern, das Rechte zu erreichen. Zahlreiche Wissenschaftler und Forscher verheimlichen ihre wahren Gedanken über die Evolutionstheorie, weil sie fürchten, von der evolutionären Inquisition exkommuniziert zu werden.
Es ist klar, dass an Allah glaubende Menschen der darwinistischen Diktatur in der Welt der Wissenschaft und Philosophie als eine Einheit entgegen zu treten haben.
So kommt und lasst uns eine Einheit bilden, lasst uns unter Verwendung der wissenschaftlichen und technologischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts der ganzen Welt erklären, dass der Darwinismus Sophisterei ist und teilen wir allen Menschen mit, dass die Schöpfung die wahre Wurzel des Lebens ist.
Kriege und Auseinandersetzungen, die aus Gründen begonnen wurden wie noch mehr Landgewinn, Beweis der Überlegenheit der eigenen Rasse oder Nation und des Beherrschens anderer Nationen hinterlassen unschuldige Menschen, die ihr Leben verloren, Behinderte, Waisen und Individuen, denen ihre seelische Gesundheit genommen wurde, verbrannte und verwüstete Städte, zerstörte Kulturen, Armut, Angst und Hunger. Überdies sind die Menschen von den unmittelbaren Verlusten eines solchen Krieges ebenso betroffen wie von den Zerstörungen, deren Behebung Jahre dauern kann.
Am Ausgangspunkt aller Kriege, Auseinandersetzungen und jeder Art von Blutvergießen liegt die Entfernung der Menschen von der wahren Religion. Manchmal beeinflussen die verqueren Gedanken von Personen, die angeblich im Namen der Religion auftreten die Menschen, die nicht über ausreichend Kenntnis der religiösen Moral verfügen und verleiten sie dazu, Aktionen auszuführen, die in keiner Weise mit der religiösen Moral zu tun haben. Diejenigen die glauben, Verständnislosigkeit und Probleme auf dem Weg der Gewalt lösen zu müssen, unterdrücken mit tyrannischen und despotischen Praktiken die Menschen. Die Bedeutung der Zusammenarbeit der Gläubigen gegen diejenigen, die sich bemühen, die Unterdrückung selbst zu legalisieren, nimmt immer mehr zu.
Lasst uns dafür sorgen, dass alle die Gründe verschwinden, die die Menschen zu Auseinandersetzung und Streit führen, indem wir den Menschen die wahre religiöse Moral erklären.
Lasst uns den Menschen zeigen, dass die unterschiedlichen Glaubensrichtungen keine Auseinandersetzungen erforderlich machen, und lasst uns anhand unseres Verhaltens den Menschen zeigen, dass wir als einheitlich handeln.
Lasst uns den Menschen die Liebe Allahs erklären, damit sich Liebe, Toleranz und Barmherzigkeit verbreiten.