DIE LÖSUNG FÜR DAS LEIDEN DER MUSLIME IST DIE GRÜNDUNG DER TÜRKISCH-ISLAMISCHEN UNION

EINFÜHRUNG

Wir leben in einer Zeit, in der die Welt am nötigsten Frieden, Freundschaft und Brüderlichkeit braucht. Die Auseinandersetzungen und die Spannungen, die das 20. Jahrhundert prägten, gehen auch in diesem Jahrhundert unvermindert weiter und überall auf der Welt haben die Menschen dadurch Schweres zu erdulden.
Gegenwärtig gibt das Problem besonders zu denken, dass manche Kreise Auseinandersetzungen anheizen – insbesondere die Auseinandersetzung zwischen den beiden tiefverwurzelten Zivilisationen dieser Welt – obwohl doch ein dringendes Bedürfnis nach Solidarität und Hilfe besteht. Eine Auseinandersetzung der Zivilisationen, wie diese Menschen sie fordern, wäre eine Katastrophe für die gesamte Menschheit. Der Weg, solche Unglücke zu verhindern, ist die Förderung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen den Zivilisationen. Zwischen der Islamischen und der westlichen Welt bestehen keineswegs so große Unterschiede wie von manchen behauptet. Zwischen der Islamischen Zivilisation und der die Grundlage der westlichen Zivilisation bildenden jüdisch-christlichen Kultur gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten. So sollte es denn auch nicht schwer fallen, diese gemeinsamen Grundlagen als Ausgangsbasis für eine gemeinschaftliche Lösung der Probleme der Welt zu nutzen, insbesondere angesichts ihres heutigen Zustands.
Tatsache ist, dass ideelle Auseinandersetzungen stattfinden und dass die Erde bipolarisiert ist. Diese beiden Pole werden jedoch nicht von Muslimen auf der einen Seite und Juden und Christen auf der anderen Seite verkörpert. Vielmehr stehen auf der einen Seite diejenigen, die an die Existenz des einen Allahs glauben, während auf der anderen Seite die Leugner stehen; anders ausgedrückt befinden sich auf der einen Seite die Menschen, die an die Göttlichen Religionen glauben, auf der anderen Seite die Verteidiger atheistischer Ideologien. Es gibt nur einen einzigen Weg, diese Allianz der Atheisten zu neutralisieren, atheistische materialistische Einflüsse wirkungslos werden zu lassen und eine Gesellschaft zu entwickeln, in der Moral, Glück, Ruhe und Sicherheit vorherrschen: Alle Menschen dieser Welt, die über ein Gewissen verfügen, die aufrichtig glaubenden Christen, die religiösen Juden und Muslime sollten sich zu einem gemeinsamen Zweck zusammenfinden.
In der Vergangenheit haben zwischen den Anhängern der drei Göttlichen Religionen manche Auseinandersetzungen und Differenzen stattgefunden – dies sind historische Tatsachen. Diese Ereignisse resultierten jedoch nicht aus dem Wesen von Judentum, Christentum und Islam, sondern aus fehlerhaften Entscheidungen von Staaten, Gesellschaften und Individuen, die meistens wirtschaftliche oder politische Interessen zur Grundlage hatten. Das gemeinsame Ziel der drei Göttlichen Religionen ist jedoch das Leben der Menschen in Frieden, Ruhe, Sicherheit und Glück.
Ein natürliches Ergebnis der Suche von Christen, Muslimen und Juden nach Gerechtigkeit und Frieden sind deshalb der religionsübergreifende Dialog und die Allianz. Der Dialog der drei Religionen ist keine Beziehung, die sich auf Konferenzen und Versammlungen beschränkt, sondern ein Zusammensein von gläubigen Menschen, die gemeinsame Werte verteidigen, für das gleiche Ziel kämpfen und beabsichtigen, gemeinsame Probleme an der Wurzel zu lösen. Dieses Zusammensein wird in einer Zeit, in der die Wiederkehr des Propheten Jesus (Fsai — Friede sei auf ihn) erwartet wird, der Welt Erleuchtung und Ruhe bescheren.

DIE MUSLIMISCHE SICHT DER BUCHRELIGIONEN




O Volk der Schrift! Nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, um euch vieles, was ihr von der Schrift verbargt, zu enthüllen, und um vieles nachsichtig zu übergehen. Von Allah ist zu euch nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen. (Sure al-Ma’ida, 15)
So wie unser Herr im Quran forderte, ergeht durch dieses Buch an die Anhänger der Buchreligionen, an Juden und Christen, ein Aufruf zur Einheit; denn Christen, Juden und Muslime besitzen gemeinsame Glaubensgrundsätze und gemeinsame moralische Werte, sie sehen sich gemeinsamen Gefahren ausgesetzt und sie erklären ihre Religionen im Licht der Heiligen Bücher. Die Absicht dieses Aufrufs ist, alle glaubenden Menschen für ein gemeinsames Ziel zu vereinigen und zur Verbreitung der guten Moral auf Erden dadurch einzuladen, dass Hand in Hand gegen Atheismus, Religionsfeindlichkeit und soziale und moralische Degeneration vorgegangen wird. Dieser Aufruf ergeht an alle aufrichtigen, gewissenhaften, toleranten, hilfsbereiten und versöhnlichen Juden, Christen und Muslime, die über Moral verfügen und für Frieden und Gerechtigkeit eintreten. Wir alle glauben an den gleichen Allah und bemühen uns darum, die Moral, die uns unser Herr befohlen hat, zu leben und zu verbreiten. Die Anhänger aller drei Göttlichen Religionen glauben - dass Allah das Universum aus dem Nichts erschaffen hat und alle Materie mit seiner Allmacht beherrscht.
- dass Allah alle Lebewesen in wunderbarer Weise erschaffen hat und die Menschen eine von Allah gegebene Seele besitzen.
- dass Allah im Lauf der Geschichte zahlreiche Propheten sandte, Muhammad (s.a.w.s), Jesus (Fsai), Moses (Fsai) gemeinsam mit Noah (Fsai), Abraham (Fsai), Isaak (Fsai), Josef (Fsai), und David (Fsai).
- an die Auferstehung nach dem Tode, an Himmel und Hölle und an die Existenz der Engel und daran, dass Allah unser Leben vorherbestimmt hat.
Der Glaube der Anhänger der Buchreligionen harmonisiert nicht nur in Glaubensdingen sondern auch in den moralischen Werten. In einer Welt, in der heute Sittenlosigkeit wie Prostitution, Homosexualität und Rauschmittelabhängigkeit, aber auch das Modell des egoistischen, auf seinen Vorteil bedachten und unbarmherzigen Menschen rasch Verbreitung findet, glauben die Anhänger der Buchreligionen und die Muslime an die gleichen Tugenden. Ehre, Anstand, Bescheidenheit, Opferbereitschaft, Aufrichtigkeit, Güte, Barmherzigkeit und Liebe ohne Erwartung ...
Wir Muslime nähren eine tiefe Liebe und Achtung gegenüber dem Propheten Moses (Fsai) und dem Propheten Jesus (Fsai), wir wissen, dass diese vor Allah wertvolle und heilige Menschen sind und glauben an alle Propheten, die unser Herr schickte. Wir achten die moralischen Notwendigkeiten, die uns Allah im Quran lehrte, sowie den Glauben, die Werte und Traditionen aller Juden und Christen. Allah erteilte den Muslimen im Quran einen Befehl, der sich auf die Anhänger der Buchreligionen bezieht und diese “zu einem gemeinsamen Wort zur Vereinigung” aufruft:
Sprich: "O Leute der Schrift! Kommt herbei! Einigen wir uns darauf, dass wir Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass die einen von uns die anderen nicht zu Herren neben Allah annehmen."... (Sure Al-Imran, 64)
Unser Aufruf an Christen und Juden ist eben dies: Laßt uns als an Allah glaubende und Seiner Offenbarung gehorchende Manschen zu einem gemeinsamen Wort des Glaubens zusammenkommen. Laßt uns alle Allah, unseren Schöpfer und Herrn lieben. Laßt uns Seinen Befehlen gehorchen. Laßt uns beten, dass uns Allah veranlasst, das Richtige zu erlangen. Wenn Muslime, Christen und Juden sich auf diese Weise zu einem gemeinsamen Wort vereinigt haben, wenn sie verstanden haben, dass sie nicht einander Feind sondern Freund sind und wenn sie erkannt haben, dass das eigentlich zu bekämpfende Gedankengebäude der Atheismus ist, dann wird die Welt ein ganz anderer Ort sein. Seit Jahrhunderten andauernde Auseinandersetzungen, Feindseligkeiten, Ängste und Gewalt werden ein Ende finden und aus einem gemeinsamen Wort wird eine neue, auf Liebe, Achtung und Ruhe aufgebaute Zivilisation entstehen.
DIE TOLERANZ DES ISLAM GEGENÜBER DEN BEIDEN ANDEREN GÖTTLICHEN RELIGIONEN

Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium- (Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen; … (Sure Al-Imran, 3-4)
Es gibt einen grundlegenden Unterschied, den Juden, Christen und Muslime beachten müssen, wenn sie aufeinander blicken. Die Juden erkennen die beiden nach ihnen kommenden Religionen Christentum und Islam nicht an, auch nicht deren Bücher. Das Christentum erkennt das ihm vorausgehende Judentum und dessen Buch an, nicht jedoch die nach ihm kommende Religion des Islam und dessen Buch, den Quran. Der Islam jedoch akzeptiert sowohl Judentum wie auch Christentum als Göttliche Religionen, die durch die Offenbarung entstanden sind. Er kennt ihre Bücher. Er nennt sie nicht gemeinsam mit den Leugnern und den Heiden, sondern bezeichnet sie als Anhänger der Buchreligionen. Die Muslime müssen deren Glauben tolerieren und achten.
A. L. M. Dies Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen, die da glauben an das Verborgene und das Gebet verrichten und von Unserer Gabe spenden: Und die da glauben an das, was auf dich herabgesandt wurde und vor dir herabgesandt wurde, und fest aufs Jenseits vertrauen. (Sure al-Baqara, 1-4)
Man beachte, dass die Muslime als Menschen beschrieben werden, die sowohl an den Quran glauben, der dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) gesandt wurde, wie auch an die vorher herabgesandten Bücher. Diese Bücher werden im Quran als die Seiten des Propheten Abraham (Fsai), die an den Propheten Moses (Fsai) gesandte Thora, die an den Propheten David (Fsai) gesandten Psalter und Bibel beschrieben. Diese Bücher wurden jedoch willkürlich abgeändert, so dass einige Abschnitte Auslegungen und Erklärungen beinhalten, die der wahren Religion widersprechen. Doch gleichzeitig wurden bis in unsere Tage Abschnitte überliefert, die der rechten Religion entsprechende Befehle enthalten, wie der Glaube an Allah und das Jenseits, das Verbot der Beigesellung und das Aufzeigen der guten Moral. Allah teilte mit, dass diese Bücher ein Wegweiser für die Menschen sind. In einem Vers wird folgendermaßen befohlen:
Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium- (Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen; … (Sure Al-Imran, 3-4)
In einem anderen Vers wird die Thora folgendermaßen dargestellt:
Siehe, Wir haben die Thora hinabgesandt, in der sich eine Rechtleitung und ein Licht befinden, mit der die gottergebenen Propheten die Juden richteten; so auch die Rabbiner und (Schrift-)Gelehrten nach dem, was vom Buche Allahs ihrer Hut anvertraut war und was sie bezeugten. Darum fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkauft nicht Meine Botschaft um einen geringen Preis. ... (Sure al-Ma’ida, 44)
Im Quran wurde mitgeteilt, dass manche jüdische Geistliche in der Thora den Sinn der Wörter verdrehen (Sure al-Ma’ida, 41); und dass manche von denen die Schrift selbst schreiben, dann aber sagen: "Dies ist von Allah!" (Sure al-Baqara, 79), also dass das Buch Allahs willkürlich abgeändert wurde. Die Christen unterlagen mit der Vergöttlichung des Propheten Jesus (Fsai) einem großen Irrtum (Sure an-Nisa, 171). Allah lenkt im Quran die Aufmerksamkeit auf die moralischen Fehler mancher Anhänger der Buchreligionen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Anhänger der Buchreligionen in Unachtsamkeit und Irrtum leben. In verschiedenen Versen teilt Allah mit, dass sich unter Juden und Christen religiöse Menschen befinden, die Allah aufrichtig verbunden sind:
Sie sind aber nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine aufrechte Gemeinde, welche die Verse Allahs zur Zeit der Nacht liest und sich niederwirft. Diese glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen. Und was sie an Gutem tun, es wird ihnen niemals bestritten; und Allah kennt die Gottesfürchtigen. (Sure Al-Imran, 113-115)
Und siehe, unter den Leuten der Schrift gibt es welche, die an Allah glauben und an das, was zu euch hinabgesandt wurde und was zu ihnen hinabgesandt wurde. Sie sind demütig vor Allah und verkaufen die Zeichen Allahs nicht für einen winzigen Preis Ihr Lohn ist bei ihrem Herrn; siehe, Allah ist schnell im Rechnen. (Sure Al-Imran, 199)
So befinden sich unter den Anhängern der Buchreligionen nach Muslimischer Auffassung zahlreiche Menschen, die aufrichtig glauben und die Rettung erlangen werden. Allah kennt das Herz der Menschen und teilt mit, dass manche Menschen unter den Anhängern der Buchreligionen von Ihm selbst Gotteslohn erhalten werden.
DIE HANEFITISCHE RELIGION DES PROPHETEN ABRAHAM
Allah sandte zu jeder Zeit Propheten und unterschiedliche Religionsgesetze, Befehle und Verbote. Im wesentlichen jedoch forderten alle Propheten die Gesellschaften dazu auf, nur an Allah zu glauben, nur zu Ihm zu beten und Seinen Befehlen zu gehorchen. Alle rechten Religionen sind in ihrem unverfälschten Zustand also darauf gegründet, Allah nichts beizugesellen und sich um Sein Wohlgefallen, Seine Barmherzigkeit und das Paradies zu bemühen. Jede Gesellschaft ist verpflichtet, die Gebote Allahs vollständig zu erfüllen und sich zum Wohlgefallen Allahs zu verhalten. In einem Vers befahl Allah folgendermaßen:
... Jedem von euch gaben Wir ein Gesetz und einen Weg. Wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten. Zu Allah ist euere Heimkehr allzumal, und Er wird euch dann darüber aufklären, worüber ihr uneins seid. (Sure al-Ma’ida, 48)

Dann oftenbarten Wir dir: "Folge der Religion Abrahams, des Lauteren im Glauben, der kein Götzendiener war!" (Sure an-Nahl, 123)
Die Anhänger der Buchreligionen und die Muslime besitzen unterschiedliche Religionsgesetze; allerdings sind aufrichtig glaubende Juden, Christen und Muslime verpflichtet, sich aus ganzem Herzen Allah zu überantworten, sich gut zu verhalten und in Wohltaten zu wetteifern. Die Anhänger aller drei Göttlichen Religionen, die an die Existenz des einen Allahs glauben, mit Redlichkeit an das Jenseits glauben und fromme Werke verrichten harmonisieren mit der von Allah an den Propheten Abraham herabgesandten rechten Religion. Allah teilte im Quran mit, dass der erste Prophet der Prophet Adam (Fsai) war. Auf den Propheten Adam (Fsai) folgte als zweiter im Quran genannter Prophet der Prophet Noah (Fsai). Der Prophet Abraham (Fsai) dagegen lebte nach dem Propheten Noah (Fsai) und ist aus dessen Stamm. Im Quran wird folgendermaßen berichtet:
"Frieden sei auf Noah in aller Welt!" So belohnen Wir fürwahr die Rechtschaffenen. Er war gewiss einer Unserer gläubigen Diener. Die anderen ließen Wir dann ertrinken. Und zu seiner Glaubensgemeinde gehörte auch Abraham, (Sure as-Saffat, 79-83)
Im Quran wird mitgeteilt, dass die Religion des Propheten Abraham (Fsai) eine als “hanif” bezeichnete Religion ist. Das Wort “hanif” bedeutet „aufrichtiger Mensch, der sich dem Willen Allahs überantwortet hat und sich niemals von der Religion Allahs abwendet”. In einem Vers teilt Allah dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) folgendermaßen mit, sich der glaubensfesten Religion des Propheten Abraham (Fsai) anzuschliessen:
Dann oftenbarten Wir dir: "Folge der Religion Abrahams, des Lauteren im Glauben, der kein Götzendiener war!" (Sure an-Nahl, 123)
Die Söhne, Enkel und die anderen aufrichtigen Gläubigen, die vom Propheten Abraham (Fsai) abstammten und ihm folgten, übernahmen die Abraham (Fsai) von Allah offenbarte Religion. Dies wird im Quran wie folgt mitgeteilt:
Und wer außer dem, der töricht ist, verschmäht die Religion Abrahams? Fürwahr, Wir wählten ihn in dieser Well aus und, wahrlich, im Jenseits gehört er zu den Rechtschalfenen Als sein Herr zu ihm sprach: 'Ergib dich (Mir)!', sprach er: "Ich gebe mich völlig dem Herrn der Welten hin." Und Abraham legte es seinen Kindern ans Herz. Und Jakob (sprach:)"O meine Kinder! Siehe Allah hat euch Glauben erwählt; so sterbt nicht, ohne Gottergebene zu sein." Oder wart ihr Augenzeugen, als Jakob der Tod nahte? Da sprach er zu seinen Söhnen: "Was werdet ihr nach mir anbeten?" Sie sprachen: "Anbeten werden wir deinen Gott und den Gott deiner Väter Abraham und Ismael und Isaak, den einzigen Gott, und Ihm sind wir völlig ergeben." (Sure al-Baqara, 130-133)

… Da sprach er zu seinen Söhnen: "Was werdet ihr nach mir anbeten?" Sie sprachen: "Anbeten werden wir deinen Gott und den Gott deiner Väter Abraham und Ismael und Isaak, den einzigen Gott, und Ihm sind wir völlig ergeben." (Sure al-Baqara, 133)
Wie zu sehen ist, ist die glaubensfeste Religion des Propheten Abraham die religiöse Grundlage für Juden, Christen und Muslime. Der Glaube an den Propheten Abraham (Fsai), die für ihn empfundene Liebe und Achtung ist für Muslime ebenso wichtig wie für Juden und Christen. Der Prophet Abraham (Fsai) mit seinem eifrigen Gottesglauben, seiner tiefen Liebe, der von Herzen kommenden Verneigung vor allen Befehlen des Herrn, seinem Gehorsam und seiner hervorragenden Moral ist allen Menschen ein Vorbild. Im Quran befiehlt der Herr folgendermaßen:
Siehe, diejenigen Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind wahrlich jene, die ihm folgen, und das sind der Prophet und die Gläubigen. Und Allah ist der Hort der Gläubigen. (Sure Al-Imran, 68)
Deshalb sollten sich alle Juden und Christen, die wie der Prophet Abraham (Fsai) und die ihm folgenden frommen Gläubigen von Herzen an Allah glauben nur Ihm zuwenden und die Moral des Propheten Abraham (Fsai) übernehmen. Es ist einer der besten Wege für die Gäubigen, Liebe, Gehorsam und Nähe zu den Propheten durch den Eifer ebensolcher Frömmigkeit auszudrücken. Die Muslime glauben, so wie es der Herr im Quran befahl, an das den Propheten Herabgesandte.
Sprecht: "Wir glauben an Allah und an das, was Er zu uns herabsandte, und was Er zu Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und den Stämmen herabsandte, und was Moses und Jesus und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen einem von ihnen; und wahrlich, wir sind Muslime." (Sure al-Baqara, 136)

DER ISLAM UND DIE BUCHRELIGIONEN IN DER GESCHICHTE




… Jedem von euch gaben Wir ein Gesetz und einen Weg. Wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten. Zu Allah ist euere Heimkehr allzumal… (Sure al-Ma’ida, 48)
Jeder, der mit einem unabhängigen Blick die Beziehungen von Muslimen mit unter Islamischer Herrschaft lebenden Christen und Juden seit Beginn der Geschichte des Islam untersucht, wird eindeutig feststellen: Die Anhänger der Buchreligionen lebten unter Islamischer Herrschaft immer in Ruhe und Sicherheit. Juden und Christen, die oftmals durch die Herrschaft unterschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen der Unterdrückung ausgesetzt waren, fanden Zuflucht und Sicherheit in Muslimischen Ländern. Der wichtigste Grund, weshalb die Anhänger der Buchreligionen auf Islamischen Boden ein ruhiges und ungestörtes Leben führen konnten, ist die Tatsache, dass das Verhalten der Muslime gegenüber den Anhängern der Buchreligion entsprechend der Quranischen Moral festgelegt ist. Der Islam, der eine Religion des Friedens und der Toleranz ist, fordert alle Menschen auf, sich gerecht und in guter Absicht zu verhalten. Fromme Muslime sind der von Allah befohlenen Moral gemäß tolerant, nachsichtig, bescheiden, verständnisvoll, von angenehmen Betragen und sind herzliche und aufrichtige Menschen. Allah befahl den Gläubigen gerecht zu sein, sich selbst und den eigenen Angehörigen gegenüber, zuerst Waisen und Gefangene zu ernähren auch wenn die Gläubigen selbst bedürftig sind, opferbereit und geduldig zu sein und entschlossen die gute Moral zu vertreten. Ein Gläubiger, der diese Moral lebt, ist gleichzeitig auch tolerant gegenüber Andersgläubigen und Andersdenkenden. In dem Bewußtsein, dass es in der Religion keinen Zwang gibt, ist man beim Einladen der Menschen auf den Weg der rechten Religion stets höflich; das Ziel dabei ist, den rechten Weg zu weisen, das Gewissen des Gegenübers anzusprechen und Anlaß dafür zu sein, dass dieser eine gute Moral lebt. Doch dies ist nur möglich, wenn Allah den Menschen den rechten Weg zeigt. Mit dem Vers , "... Wissen die Gläubigen etwa nicht, dass Allah alle Menschen rechtleiten würde, wenn Er es wollte? ..." (Sure ar-Ra'd, 31) erinnert Allah die Muslime daran, dass ihre Herzen in Seiner Hand sind und das der Mensch nur mit Seinem Willen den rechten Weg erreichen kann. In einem anderen Vers wird folgendermaßen befohlen:
Du kannst gewiss nicht jeden rechtleiten, den du liebst, sondern Allah leitet recht, wen Er will. Und Er kennt am besten diejenigen, welche sich rechtleiten lassen. (Sure al-Qasas, 56)
Die Aufgabe der Muslime besteht darin, die Tatsachen zu erklären und die Menschen auf den rechten Weg einzuladen. Ob andere Menschen dies akzeptieren oder nicht, ist ihrem eigenen Gewissen überlassen. Im Quran berichtet Allah:
Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die falschen Götter verwirft und an Allah glaubt, der hat den festesten Halt erfasst, der nicht reißen wird. Und Allah ist hörend und wissend. (Sure al-Baqara, 256)
Diese Moral der Muslime gilt natürlich auch für die Beziehungen zu den Anhängern der Buchreligionen. Überdies beschrieb der Herr den Gläubigen im Quran ausführlich, wie sie sich den Anhängern der Buchreligionen gegenüber zu verhalten haben. Untersucht man diese Verse, dann wird deutlich, dass die Muslimische Gesellschaft die Existenz von Juden und Christen anerkennt und dass deren Rechte von den Muslimen zu schützen sind. Muslime müssen Juden und Christen äußerst barmherzig betrachten. Aufrichtig glaubende Juden und Christen – wie sehr sich in deren Glauben und deren Gebete auch so manche Verwirrung eingeschlichen hat – sind Menschen, die an die Existenz Allahs glauben, an die Engel, die Propheten und den Tag des Gerichts und die das Leben nach der religiösen Moral als Notwendigkeit erkennen. Diese Tatsache ist ein wichtiges Maß bei der Annäherung der Muslime an die Anhänger der Buchreligionen.
In einem Vers berichtet Allah, dass Juden und Christen, die an Allah und die Endzeit glauben und fromme Werke verrichten, die Gegenleistung dieser dafür in bester Weise erhalten werden:
Siehe, die da glauben, auch die Juden und die Christen und die Sabäer- wer immer an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und das Rechte tut, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Keine Furcht kommt über sie, und sie werden nicht traurig sein. (Sure al-Baqara, 62)
Die Bedeutung dieses Verses ist klar und deutlich. Muslimen, Juden und Christen, die an Allah und die Endzeit glauben und fromme Werke verrichten, wird die Freudenbotschaft überbracht; dies ist die Nachricht, dass die genannten Gläubigen Rettung und Wohlbefinden erreichen werden. Im 48. Vers der Sure al-Ma’ida wird berichtet, dass den Menschen ein Gesetz und einen Weg gegeben wurde, und dass jeder in diesem Sinn “im Guten wetteifern” (Sure al-Ma’ida, 48) soll. Dies zeigt, dass Juden, Christen und Muslime, die aufrichtig an Allah und die Endzeit glauben, notwendigerweise für das Wohlgefallen Allahs um gute Taten wetteifern. Daher ist es für Muslime unmöglich, sich hart und intolerant zu verhalten gegenüber Menschen, die wie sie selbst an Allah glauben, fromme Werke verrichten und ein moralisches Verhalten an den Tag legen. Der Beweis für Muslimische Toleranz findet sich überall in der Islamischen Geschichte.
Doch bevor wir diese Geschichte genauer untersuchen, ist es von Nutzen, die Einstellung der Muslime gegenüber den Anhängern der Buchreligionen darzulegen, insbesondere die Liebe und Achtung der Muslime für die Propheten Moses (Fsai) und Jesus (Fsai).
DIE LIEBE DER MUSLIME ZU DEN PROPHETEN MOSES UND JESUS
Allah vermittelte den Menschen Seine Offenbarung stets über Botschafter. Die Propheten sind von Allah ausgewählte gesegnete Menschen, denen der Herr Gottesgaben zuteil werden ließ. Die Propheten, die für alle Menschen zum Vorbild erschaffen wurden, erklärten die Religion Allahs allen Gesellschaften, zu denen sie gesandt wurden, befahlen ihnen gut zu sein, sich vor Schlechtem zu hüten und wurden so zum Anlaß für die Menschen, an Allah zu glauben. Der Quran berichtet in vielen Versen von den Gesellschaften, die in der Vergangenheit lebten, und er gibt Beispiele vom Leben der Propheten, die zu diesen Gesellschaften geschickt wurden. In den Prophetengeschichten im Quran wird ausführlich die Verkündung der Existenz Allahs und der Religion durch diese heiligen Menschen dargelegt, deren Auseinandersetzung mit den Leugnern und die Entgegnungen der Menschen, denen verkündet wurde; allen Menschen zum Vorbild werden hervorragende moralische Besonderheiten wie Geduld, Opferbereitschaft, Aufrichtigkeit, Feinfühligkeit und Menschlichkeit gezeigt. Die Muslime, die in dem Bewußtsein leben, dass alle Propheten von Allah auserwählte und gesegnete Menschen sind, glauben an alle Propheten. Allah teilt im Quran mit, dass die Religion, die dem Propheten Noah und dem Propheten Abraham offenbart wurde, auch den Propheten Moses (Fsai), Jesus (Fsai) und Muhammad (s.a.w.s) offenbart wurde:
Er hat euch als Religion anbefohlen, was Er Noah vorschrieb und was Wir dir offenbarten und Abraham und Moses und Jesus auftrugen: am Glauben festzuhalten und ihn nicht zu spalten. Schwer ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. Allah erwählt dafür, wen Er will, und leitet dahin, wer sich reumütig bekehrt. (Sure asch-Schura, 13)
Allah sagt im Quran, dass die schönsten Vorbilder für die an Allah und die Endzeit Glaubenden bei den Gesandten Allahs zu finden sind. (Sure al-Azhab, 21) Aus diesem Grund ist eines der wichtigsten Ziele für fromme Muslime, mit der Moral des Propheten in Einklang zu sein, den ehrenvollen Weg unserer Propheten zu verfolgen und nachzuvollziehen, wie diese zu Menschen zu werden, die Allahs Wohlgefallen erweckten. Moses (Fsai) und Jesus (Fsai) sind Propheten, deren Leben im Quran ausführlich erläutert wird. überdies zeigen das heilige Leben und die Moral dieser Menschen viele weise Vorbilder für Muslime.
Folgendermaßen berichtet uns Allah im Quran davon, dass die Propheten Moses (Fsai) und sein Bruder Aaron (Fsai) Diener sind, die sich in Seiner Gunst befinden:
Fürwahr, Wir waren auch gegenüber Moses und Aaron gnädig. Und erretteten beide und ihr Volk aus großer Drangsal. Wir halfen ihnen, und so wurden sie die Sieger. Und Wir gaben beiden die deutliche Schrift und führten beide auf den rechten Weg und bewahrten ihr Ansehen unter den späteren (Geschlechtern). "Friede sei mit Moses und Aaron!" So belohnen Wir die Rechtschaffenen. Sie gehörten gewiss zu Unseren gläubigen Dienern. (Sure as-Saffat, 114-122)
Allah sandte den Israeliten, die sich in der Gefangenschaft des Pharaos befanden, den Propheten Moses (Fsai) und gab ihm, wie im 154. Vers der Sure al-An'am mitgeteilt wird, das Buch “als eine Gnade für diejenigen, die Gutes tun und als eine Klarlegung aller Dinge und als Rechtleitung und Barmherzigkeit”. Die Offenbarung, dass der Prophet Moses (Fsai) ausgewählt wurde, wird im Quran folgendermaßen beschrieben:
Kam denn die Geschichte von Moses nicht zu dir? Als er ein Feuer sah, sagte er seiner Sippe: "Haltet an! Seht, ich bemerke ein Feuer. Vielleicht bringe ich euch etwas Glut davon, oder ich finde durch das Feuer den richtigen Weg." Doch als er dorthin kam, wurde ihm zugerufen: "O Moses! Wahrlich, Ich bin dein Herr. Ziehe darum deine Schuhe aus! Siehe, du bist im heiligen Tal Tuwa. Und Ich habe dich auserwählt. Höre was geoffenbart wird! (Sure Taha, 9-13)
Der Prophet Moses (Fsai) führte sowohl gegen den Pharao und dessen Anhänger wie auch gegen Heuchler und Glaubensschwache eine große geistige Auseinandersetzung und war stets mit seiner Hingabe an Allah, Gottvertrauen, Geduld, Mut, Opferbereitschaft, Intelligenz, festen Glauben und Liebe allen Menschen ein Vorbild. Die Muslime achten den Propheten Moses (Fsai) von Herzen und glauben an ihn.

Dieses im Louvre Museum ausgestellte Gemälde stellt eines der Wunder dar, die der Prophet Jesus mit dem willen Allahs vollbrachte, nämlich die Heilung der Kranken. Nicolas Poussin (1594-1665) “Jesus bei der Heilung der Blinden”.
Der Prophet Jesus (Fsai) wird im Quran dagegen als “ein Gesandter Allahs und Sein Wort” (Sure an-Nisa, 171) beschrieben und es wird mitgeteilt, dass er “ein Zeichen für alle Welt” ist (Sure al-Anbiya, 91). Im Quran wird der Prophet Jesus (Fsai) folgendermaßen gelobt:
Als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich, Allah verkündet dir (frohe Botschaft) durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits, einer der (Allah) Nähestehenden. (Sure Al-Imran Sure, 45)
Der Quran beschreibt, dass manche Eigenheiten Jesus (Fsai) von anderen Propheten unterscheiden. Die Wichtigste ist, dass er nicht tot ist, sondern zu Allah erhoben wurde und wieder auf die Welt zurückkommen wird. Im Quran wird deutlich dargelegt, dass ihn die Leugner nicht “töteten und (zu Tode) kreuzigten” (Sure an-Nisa, 157) und dass Allah ihn zu Sich erhob. In keinem Vers wird davon gesprochen, dass der Prophet Jesus (Fsai) starb oder getötet wurde. Weiterhin beschreibt der Quran Ereignisse im Zusammenhang mit Jesus (Fsai), wie sie in der Geschichte noch nicht vorgekommen sind; diese Ereignisse geschehen erst dann, wenn Jesus (Fsai) zur Erde zurückkehrt. Der Quran lässt keinerlei Zweifel an diesen Ereignissen. So erwarten Muslime wie die Christen die zweite Ankunft des Propheten Jesus (Fsai) mit großer Begeisterung und sie bemühen sich, das Kommen des Messias Jesus (Fsai) in schönster Weise vorzubereiten.
MUHAMMAD’S VORBILDLICHES VERHALTEN ZU DEN BUCHRELIGIONEN
Für das Verhalten der Muslime gegenüber den Buchreligionen ist der Prophet Muhammad (s.a.w.s) das schönste Vorbild. Juden und Christen gegenüber benahm er sich stets höchst gerecht und barmherzig, denn er wollte zwischen den Anhängern der göttlichen Religionen und den Muslimen eine Atmosphäre der Liebe und Versöhnung schaffen. Während seiner Zeit und nach ihn wurden Verträge abgeschlossen und Garantien gegeben, die Christen und Juden erlaubten, ihre Religionen wunschgemäß zu praktizieren und als unabhängige Religionsgemeinschaften zu leben. Während der ersten Jahre nach der Entstehung des Islam flüchtete sich ein Teil der Muslime, die dem Druck der Mekkanischen Heiden ausgesetzt waren, auf Rat des Propheten zu dem christlichen König Nedschaschi nach Äthiopien. Die Gläubigen jedoch, die gemeinsam mit dem Propheten nach Medina auswanderten, entwickelten mit den in Medina lebenden Juden ein Modell des Zusammenlebens, das für alle späteren Generationen zum Vorbild wurde. Die Toleranz, die während der Ausbreitung des Islam den jüdischen und christlichen Gesellschaften Arabiens erwiesen wurde, ging als ein Beispiel für Toleranz und Gerechtigkeit der Muslime in die Geschichte ein.
Ein Beispiel hierfür ist der Vers, “Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift, es sei denn auf beste Art und Weise, außer mit jenen von ihnen, die unrecht handeln. Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde...” (Sure al-'Ankabut, 46) Nachdem Muhammad (s.a.w.s) in den Vertrag, den er mit dem Stamm des Christen Ibn b’ Harris b’ Ka’b abschloss, die Artikel einfügte: “Im Osten und im Westen stehen Religionen, Kirchen, Leben, Sitten und Eigentum von allen dort lebenden Christen unter dem Schutz von Allah, dem Propheten und allen Gläubigen. Keiner, der die christliche Religion lebt, darf gegen seinen Willen zum Islam gezwungen werden. Ist ein Christ von einem Mordfall oder einer Ungerechtigkeit betroffen, dann sind alle Muslime verpfichtet diesem zu helfen.”1
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) erlaubte den Juden, sich der Vereinbarung von Medina anzuschließen, die mit den Stämmen der Evs und Hazrec abgeschlossen wurde und schützte somit die Juden unter Muslimischer Herrschaft als religiöse Minderheit. Mit der Bestimmung “Die Beni Avf Juden formten zusammen mit den Gläubigen ein Volk. Die Juden haben ihre eigene Religion, die Muslime ihre eigene Religion”2 legte der Prophet die Basis der Toleranz, die die Muslime den Traditionen und dem Glauben der Juden erwiesen. Ohne Zweifel ist diese Toleranz, die Allah im Quran mitteilte, die schönste Manifestation der Bestimmung: "Euch euer Glaube und mir mein Glaube!” (Sure al-Kafirun, 6).
Als eine Notwendigkeit der Moral, die unser Herr befahl, beschränkte sich der Prophet nicht nur darauf, den Anhängern der Buchreligionen Verständnis und Barmherzigkeit entgegen zu bringen, sondern er lehrte darüber hinaus seine Gefährten, dass es erforderlich ist, die unter Islamischer Herrschaft lebenden Juden und Christen zu schützen. Die Urkunden, die der Prophet persönlich den Anhängern der Buchreligionen von Edruh, Makna, Hayber, Necran und Akabe übergab zeigen, dass die Muslime die Sicherheit und den Besitz der Anhänger der Buchreligionen garantierten und ihnen vollständige Freiheit des Glaubens und Gebets zusicherten. Interessant sind vor allem die Artikel, die sich in der Vereinbarung des Propheten mit den Necran befinden:
Leben, Besitz, Religionen, Waren, Familien, Kirchen und alles was die Necran besitzen und sich in deren Umgebung befindet, steht unter dem Schutz Allahs und Seines Propheten.
Kirche und Klöster bleiben in Besitz von Bischöfen und Mönchen und kein Geistlicher ist gezwungen, sein Leben als Geistlicher aufzugeben. Sie werden weder Belästigungen ausgesetzt noch erniedrigt und ihr Boden wird nicht von unserem Heer besetzt.
Jeder der Gerechtigkeit sucht, wird Gerechtigkeit finden, es wird keine Unterdrückung oder Tyrannei geben.3
Daneben gibt es Berichte darüber, dass der Prophet Muhammad (s.a.w.s) an den Hochzeitsessen der Anhänger der Buchreligionen teilnahm, deren Kranke besuchte und diesen Geschenke zukommen ließ. Es wird sogar gesagt, dass der Prophet Muhammad (s.a.w.s) seinen Mantel ausbreitete, als die Necran Christen zu Besuch kamen und sie einlud, darauf zu sitzen. Auch nach dem Tod des Propheten stützte sich die Moral der Muslime gegenüber den Buchreligionen auf die Toleranz, die der Prophet Muhammad (s.a.w.s) Zeit seines Lebens anderen Gesellschaften gegenüber an den Tag gelegt hat.
Bis heute sind sechs der Verkündungsbriefe im Orginal erhalten gelieben, die der Prophet Muhammed an die Könige verschiedener Länder und einige Provinzgouverneure schrieb. Diese Briefe sind jeweils ein historisches Beispiel für die überragende Moral, Vergebungsfähigkeit und Toleranz des Propheten. Mit diesen Briefen lud er Regenten und Völker in bester und weisester Weise dazu ein, die rechte Religion zu leben. Der beeindruckende und ausgeglichene Stil der Briefe trug dazu bei, dass zahlreiche Menschen den Islam annahmen. Dieser weise Verkündungsstil Unseres Propheten dient allen Muslimen als Vorbild.
Der obige Brief wurde an den Gouverneur el Münzi von Ahsa geschrieben. Im Brief heißt es: “Friede möge über dir sein. Ich lade dich dazu ein, Allah zu preisen, außer dem es keinen anderen Allah gibt, und ich verkünde, dass es keinen anderen Gott gibt außer Ihm, dass Muhammed Sein Diener und Gesandter ist. Ich erinnere dich an den Allmächtigen und den erhabenen Allah. Denn wer einem guten Ratschlag folgt, der befindet sich im Guten und wer meinem Botschaftertum gehorcht und die Befehle ausführt, der wird persönlich mir gehorcht haben...”
Der Brief, den der Prophet Muhammad an den äthiopischen König Necasi sandte. Dabei ist die Einstellung der Muslime zu den Christen von besonderer Bedeutung. Nach dem Brief des Propheten Muhammad und den Reden der muslimischen Botschafter schützte Necasi die in sein Land geflohenen Muslime. Im Brief steht folgendes geschrieben:

Eine Orginalkopie des Briefes, den der Prophet Muhammad an den Gassan König, Schemir el-Gassani schickte
Er ist der Herrscher, der Heilige, der Heilbringende, der Glaubengewährende, der Beschützer. Ich bezeuge, Jesus, der Sohn der Maria, war der Geist und das Wort Allahs, das Er der sehr reinen, keuschen und weltabgewandten Maria auflud und Maria wurde auf diese Weise schwanger; Allah hauchte ihrem Geist ein und schuf ihn so. Wie Er Adam mit allmächtiger Hand und Hauchen erschuf. Ich lade dich zu Allah ein, der eins ist und der keinen Teilhaber hat, zu Andachtsübungen an Ihn und zum Gehorsam und dazu, mir zuzugehören und den Dingen zu glauben, die ich von Allah brachte und verkündete. Denn ich bin der Gesandte Allahs.
Ich lade dich und deine Soldaten dazu ein, zu dem erhabenen Allah zu beten und zu gehorchen. Nehmt meinen Rat an.
Der Gruß möge für diejenigen sein, die sich auf dem rechten Weg befinden.

FREIHEIT VON RELIGION UND ANDACHT UNTER ISLAMISCHER HERRSCHAFT

Ein Erlaß, der im Jahr 638 im Namen des orthodoxen Patriarchen Sophronios von dem erhabenen Omar erlassen wurde. Er teilt mit, dass die Rechte aller Christen garantiert sind, die auf dem heiligen Boden leben.
Mit der Zeit des Propheten Muhammad begann auf Islamischen Boden die Religionsfreiheit. Glaube, Gebete, Kirchen, Synagogen und die religiösen Schulen von Juden und Christen standen unter dem Schutz der Muslime. Garantien, die den Schutz von Synagogen und Kirchen beinhalteten waren wichtige Bestimmungen in den Vereinbarungen, die mit den Anhängern der Buchreligionen abgeschlossenen wurden. Die Vereinbarungen aus der Anfangszeit des Islam enthalten auch Artikel, die den Aufenthalt von reisenden Muslimen in den Klöstern entlang ihrer Route regelten. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Muslime ihre Beziehungen zu den Anhängern der Buchreligionen auf einer Basis gegenseitiger Achtung aufbauten und Wert darauf legten, mit ihnen im Dialog zu stehen. Meistens reagierten die Anhänger der Buchreligionen positiv auf diese Annäherung der Muslime. Aufmerksamkeit erregen die folgenden Worte aus dem Dokument, das die syrischen Christen Ebu Ubeyde vorlegten und das als Vertrag von Omar in die Geschichte einging:
Wir werden den Muslimen unsere Kirchen weder am Tag noch des nachts verweigern, wir werden die Türen für Reisende und diejenigen, die nicht weiterkönnen, offenhalten... Muslimische Reisende werden wir unserer Tradition entsprechend bewirten und mit Nahrungsmitteln versorgen. Wir werden Muslime nicht beleidigen und jeder, der einen Muslim kränkt, wird als Strafe seine eigenen Rechte verlieren.4
Wie auch in dem im Quran genannten Vers "... Und hätte Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, wären (viele) Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen Allahs Name häufig gedacht wird, bestimmt zerstört worden..." (Sure al-Hadsch, 40) ausgedrückt wird, waren für die Muslime die Gebetshäuser der Buchreligionen heilige Orte, in denen an den Namen Allahs erinnert wurde und der Schutz dieser Orte lag in der Verantwortung der Gläubigen. Aus diesem Grund wurden die heiligen Stätten von Christen und Juden während der Islamischen Herrschaft besonders geschützt und man gewährleistete, dass die Gläubigen ihre Gebete in ihren Gebetsstätten verrichten konnten.

Kirche im Drof Germüs, Urfa Gebetsstätten und heilige Bezirke der Anhänger der Buchreligionen wurden von der islamischen Verwaltung sorgfältig geschützt.
So finden sich zum Beispiel Belege darüber, dass den Christen in der Stadt Taberriye, die zur Zeit von Abu Bakr eingenommen wurde, die Unantastbarkeit ihrer Kirchen garantiert wurde. In gleicher Weise wurde in einer vor der Eroberung von Dimeschk (Damaskus) verfassten Garantie versichert, dass die Kirchen nicht geschleift und die Siedlungen nicht berührt werden. In einer Garantie, die der Kalif Omar der Bevölkerung von Jerusalem gab, wird mitgeteilt, dass die Gebetsstätten der Anhänger der Buchreligionen nicht berührt werden würden. Zu Zeiten des Kalifen Osman wurde in der Garantie, die Christen, Juden und Zoroastriern vor der Eroberung der armenischen Stadt Debil gegeben wurde zugesichert, die Gotteshäuser zu schützen.5

Dery Jakup Kloster, Urfa, 1. Jahrhundert.
Außerdem war jederzeit die Reparatur zerstörter Kirchen und der Bau neuer Synagogen und Klöster erlaubt. So wurde zum Beispiel das Sankt Georgs Kloster, das sich außerhalb von Madain befindet und das von Bischof Mar Amme niedergebrannt worden war, unter dem Kalifen Omar neu erbaut. Es lassen sich viele weitere Beispiele anführen, wie die Hilfe des ägyptischen Gouverneurs Ukbe zum Bau eines Kloster der Nestorier, die Reparatur der Kirche von Urfa zur Zeit von Muawiyya und der Bau des Markusklosters in Alexandria. Die Tatsache, dass auch heute noch Kirchen in Palästina, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak vorhanden sind, ist ein Anzeichen für die Achtung, die die Muslime den anderen Göttlichen Religionen entgegen brachten. Das Kloster Sina, heute einvielbesuchter Wallfahrtsort für Christen sowie die gleich daneben liegende Kirche sind ein weiteres Beispiel für die Toleranz der Muslime. Auch unter Muslimischer Herrschaft wurden die Feiertage, die einen wichtigen Bestandteil von Tradition und Glauben der Angehörigen der Buchreligionen darstellen, auf Wunsch im Gotteshaus und in der gewünschten Form begangen; manchmal nahmen sogar die Muslimischen Herrscher an den Feierlichkeiten teil. Ein Brief des 3. nestorischen Patriarchen ist ein schönes Beispiel für die Toleranz der Muslimischen Führung gegenüber den Buchreligionen: Die Araber ... unterdrückten uns niemals. Tatsächlich erwiesen sie unserer Religion, unseren Geistlichen, unseren Kirchen und Klöstern Achtung.6
Der jüdische Reisende des 12. Jahrhunderts, Tudelah Benjamin, kann seine Bewunderung für die Toleranz und die gemeinschaftliche Lebenskultur kaum verbergen, die er während eines Besuchs Muslimischer Gebiete kennengelernt hatte. Er stellte fest, eine solche Toleranz sei christlichen Europa nicht anzutreffen. Benjamin beschreibt, wie Muslime und Juden in den heiligen Stätten gemeinsam beten, wie direkt neben den Synagogen Moscheen erbaut sind und wie beide Glaubensgemeinschaften die Feiertage der jeweils anderen begehen.7
Alle diese historischen Belege dokumentieren, dass der Islam eine friedliche und tolerante Religion ist. Unter der islamischen Herrschaft lebten Christen und Juden ganz nach Wunsch und nutzten alle Möglichkeiten aus, die Religions- und Gewissensfreiheit gewährleisteten.
Die Geschichte des Klosters des Hlg. Georg in Eriha erstreckt sich bis in das 5. Jahrhundert zurück. .
Das Kloster des Hlg. Sabas. Es wurde zu Beginn des 4. Jahrhunderts erbaut.
Ein Bild des Berges Sinai.
Jerusalem und der heilige Boden Dessen Umgebung ist für die Christen ebenso heilig wie für Muslime und Juden; dort befinden sich zahlreiche historische Gebetsstätten und heilige Bereiche. Viele Klöster und Kirchen, deren Geschichte bis in das 4. Jahrhundert zurückreicht, stehen heute unter Schutz. Unter der Islamischen Verwaltung beteten Muslime, Juden und Christen in ihren eigenen heiligen Bereichen und lebten in Ruhe und Sicherheit. Mit der Allianz der aufrichtig Glaubenden ist es auch heute möglich, das gleiche Umfeld der Ruhe zu sichern.
Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift, es sei denn auf beste Art und Weise, außer mit jenen von ihnen, die unrecht handeln. Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist ein und derselbe. Und Ihm sind wir ergeben." (Sure al-'Ankabut, 46)

DIE ZUFLUCHT VON JUDEN UND CHRISTEN UNTER DIE HERRSCHAFT DES ISLAM

Unter osmanischer Herrschaft lebten Juden, Christen und Muslime gemeinsam in einem freundschaftlichen Umfeld. Die Anhänger der Buchreligionen waren mit der muslimischen Herrschaft zufrieden. Diese Gravur zeigt ein Gebet für den Sieg des osmanischen Heeres in der Ahida Synagoge während des osmanisch-russischen Krieges 1877. An dem Gottesdienst nahm auch der damalige Großwesir teil.
Während Christen und Juden unter Muslimischer Herrschaft die Möglichkeit hatten, von allen Freiheiten in höchstem Maße zu profitieren, erlebten sie ähnliche Toleranz und Barmherzigkeit nicht bei den Angehörigen anderer Religionen. Im ersten Jahrhundert nach Christus unterdrückten die Juden die Christen, mit zunehmendem Erstarken der Christen in den späteren Jahrhunderten übten die Christen Druck auf die Juden und auf Christen anderer Glaubensrichtungen aus. Dieser Druck, der vom Ende des Mittelalters bis ins 17. Jahrhundert hinein am stärksten war, führte dazu, dass zahlreiche Juden und Christen anderer Glaubensrichtungen sich in die Barmherzigkeit und den Schutz der Muslime flüchteten. Die Politik der Unterdrückung und Gewalt war in den Islamischen Gebieten zu keiner Zeit bekannt. Druck wurde in der Anfangszeit des Islam von den Byzantinern auf die Jakobiter Ägyptens und anderer Regionen ausgeübt und von den europäischen Christen während der Kreuzzüge auf Juden und orthodoxe Christen entlang des Reiseweges, sowie in Jerusalem und Umgebung. Doch es gab keine Unterdrückung wie die der Juden Europas durch die Christen und keine Gewalt wie die der Christen Spaniens gegenüber den Muslimen und Juden. Das beste Beispiel für diese Toleranz ist zweifellos das Osmanische Reich. Die Worte des Patriarchen Makarios von Antalya, der die Unterdrückung der Orthodoxen Christen im katholischen Polen mit der Osmanischen Herrschaft vergleicht, belegen diese Tatsache:
Wir haben Tausende von Menschen, Frauen und Mädchen und Männern beweint, die von diesen Ungläubigen getötet wurden. Die Polen wollen den Namen Orthodox von der Erde verschwinden lassen. Allah möge den Türkischen Staat ewig bestehen lassen. Denn die Türken mischen sich nicht in die Religion der Juden und Christen ein, immer wenn sie Steuern verlangen.8

Ein Gemälde, das den prunkvollen Empfang des Sultans und seines Gefolges in einer christlichen Stadt zeigt. Anonym, Ende des 17. Jahrhunderts.
Die Juden, die vor der Tyrannei der Spanier flüchteten, fanden Ruhe und Sicherheit auf Osmanischem Boden. Die Juden, die aus Spanien in andere Länder flüchteten, begegneten dort großen Schwierigkeiten und Problemen. Da ihnen meistens verboten wurde, die Städte zu betreten, starben sie an Hunger und Durst vor den Stadttoren. Diejenigen jedoch, die die Reise auf den Schiffen der Genueser antraten, wurden entweder von den Schiffseignern unterdrückt oder als Gefangene an Piraten verkauft. Sultan Beyazit jedoch, der den Juden die Grenzen seines Reiches öffnete, sandte einen Erlaß an alle Provinzen, damit den Juden die erforderliche Toleranz und Gastfreundschaft entgegengebracht wurde. Der Erlaß besagte “Die spanischen Juden mögen nicht zurückgewiesen sondern herzlich empfangen werden; diejenigen, die das Gegenteil tun und die Auswanderer schlecht behandeln oder Anlaß zu auch nur dem kleinsten Schaden geben, werden mit dem Tode bestraft...”9 Diese Gastfreundschaft und Toleranz des Sultan Beyazit, der wegen seiner Religiosität in die Geschichte einging, resultierte aus seiner Bindung an die Quranische Moral.

Auf dem obigen Gemälde ist ein Treffen katholischer, orthodoxer, jüdischer und Muslimischer Geistlicher auf palästinensischem Boden zu sehen. Der Frieden, den die osmanische Verwaltung der Region brachte, ging nach dem Niedergang des Osmanischen Reiches verloren. Der Frieden wird mit der Einheit der aufrichtig Glaubenden wieder möglich.
Ein weiteres Beispiel für das sorgenfreie Leben, das Juden und Christen unter der Islamischen Herrschaft führten, ist der omaijadische Staat Andalusiens. Dieser Staat verfügte über eine hohe Zivilisation, der das Europa dieser Zeit nichts Vergleichbares entgegenzusetzen hatte. Die grundlegende Besonderheit dieser Zivilisation war ihre religiöse Toleranz. Es gab ein geflügeltes Wort über die Juden Granadas, das die letzte Bastion des unter den christlichen Angriffen zunehmend kleiner werdenden Machtbereichs des Islam war: “Diejenigen, die das prunkvolle Leben der Juden Granadas noch nicht gesehen haben, wissen nicht was Pomp ist.” Zu dieser Zeit war Granada für Juden der sicherste Ort auf Erden.10

Predigt des Oberrabbiners in der Großen Synagoge in Jerusalem. Während der osmanischen Verwaltung konnten die Juden alle Andachten und religiösen Versammlungen wie gewünscht veranstalten.
Ein weiteres Gebiet, in dem die Bevölkerung unter der Islamischen Herrschaft zur Ruhe fand, ist Palästina. Die jüdischen und christlichen Gemeinden Palästinas besaßen während der Islamischen Herrschaft Glaubensfreiheit, sie lebten unter der Muslimischen Leitung in Ruhe und Sicherheit und gingen frei ihrem Handel und Handwerk nach. Das Osmanische Reich sicherte dieser Region einen 500 Jahre dauernden Frieden und es war später nicht möglich, die von den Osmanen errichtete Ordnung von neuem herzustellen. Die Freiheit und die Toleranz, die die Osmanen Jerusalem und seiner Umgebung entgegen brachten, drückt der frühere israelische Außenminister Abba Eban folgendermaßen aus: Jerusalem und das jüdische Volk, die seit den Römern von allen Besatzern lediglich für Blut und Folter würdig befunden wurden, lernten erst mit der Eroberung Jerusalems durch Sultan Saladin und der Festigung dieser Eroberung durch Sultan Kanuni was menschenwürdiges Leben und was Gleichheit heißt und welche Bedeutung der Geschmack von Ruhe hat.11
Nicht nur in Palästina, überall in der Islamischen Welt lebten Juden und Christen mit Muslimen jahrhundertelang in Ruhe und Sicherheit in denselben Städten, sogar in denselben Stadtvierteln. Juden und Christen trieben in den unter Muslimischer Herrschaft befindlichen Regionen Handel und besaßen Eigentum und konnten, ebenso wie sie Verpflichtungen in verschiedenen Berufsgruppen übernahmen, auch Pflichten am Hof übernehmen. Sie profitierten von der Freiheit der Ideen und Gedanken, wurden Teil des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens und hinterliessen ihre Werke bis in unsere heutige Zeit. Ebenso wie sie keinerlei Beschränkungen iihrer sozialen Rechte ausgesetzt waren, gewannen sie durch die Glaubens- und Gebetsfreiheit. So ist zum Beispiel in historischen Qellen verzeichnet, dass die christlichen Ärzte, die ihren Dienst am abbasidischen Hof versahen, mit ihren Familien und Mitarbeitern ungehindert die Bibel lesen und beten konnten.
Die Bedeutung, die in der Islamischen Welt der Wissenschaft und Forschung zugemessen wurde, sicherte insbesondere christlichen und jüdischen Wissenschaftlern den Schutz der Kalifen zu. In Islamischen Gebieten versammelten sich die Wissenschaftler unterschiedlicher Religionen mit der Staatsführung und wissenschaftliche Diskussionen wurden veranstaltet. Christliche und jüdische Mediziner tauschten sich mit ihren Muslimischen Kollegen aus und zahlreiche wichtige medizinische Werke dieser Zeit wurden auf Versammlungen und Diskussionen mit den Kalifen und den staatlichen Würdenträgern zu Papier gebracht.12

Die Moschee des Ehrwürdigen Omar David Roberts, Mathaf Galerie, London
Gepriesen sei Der, Der seinen Diener des Nachts von der unverletzlichen Moschee zur fernsten Moschee führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige von Unseren Zeichen zu zeigen. Wahrlich, Er ist der Hörende, der Schauende. (Sure al-Isra, 1)
Christliche Pilger, die die Kirche des Heiligen Grabes besuchen, 1836. Christliche Pilger konnten den palästinensichen Boden unter Muslimischer Herrschaft nach Wunsch besuchen und ihre Gebete frei verrichten.

Ein Bild der Klagemauer aus dem Jahr 1900.

Und siehe, unter den Leuten der Schrift gibt es welche, die an Allah glauben und an das, was zu euch hinabgesandt wurde und was zu ihnen hinabgesandt wurde. Sie sind demütig vor Allah und verkaufen die Zeichen Allahs nicht für einen winzigen Preis Ihr Lohn ist bei ihrem Herrn; siehe, Allah ist schnell im Rechnen. (Sure Al-Imran, 199)
Unter der Muslimischen Herrschaft verfügten Juden und Christen über ein äußerst lebhaftes kulturelles Leben. Juden und Christen konnten die Arbeiten zur Unterrichtung ihres Volkes in ihrer Religion nach Wunsch vervielfältigen und verteilen. In einer Zeit, in der die Muslime die Freiheit von Wissenschaft und Gedanken unterstützten, wurden an den Inquisitionsgerichten Europas die Menschen wegen ihrer Gedanken und ihres Glaubens zum Tode durch Verbrennen verurteilt.
Das Gerechtigkeitsverständnis der Muslimischen Führung war auch der Grund dafür, dass Juden und Christen trotz der Tatsache, dass es Gerichte gab, an denen ihre eigenen Gesetze galten wünschten, ihre Klagen vor einem Islamischen Gericht zu verhandeln. Als die Anzahl der Christen, die sich an Islamische Gerichte wandten zunahm, fühlte der nestorianische Patriarch Timasavus die Notwendigkeit, eine Mitteilung zur Warnung der Christen zu veröffentlichen.13
Die Basis dieser in der Geschichte beispiellosen Toleranz und Gerechtigkeit der Muslime ist selbstverständlich die Quranische Moral. In Gebieten unter Muslimischer Verwaltung, in denen die Quranische Moral praktiziert wurde, herrschten stets Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden. Die Regierungen, die das Glück der Bevölkerung und deren Wohlstand zum Ausgangspunkt nahmen, etablierten ein System, das zahlreichen nach ihnen kommenden Generationen zum Vorbild gereichte. Mit der Verbreitung der Quranischen Moral über die Islamische Welt, die Barmherzigkeit, Liebe, Gerechtigkeit, Verständnis, Bescheidenheit, Geduld, Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit befiehlt, wird es möglich sein, eine Ordnung zu etablieren, in der sowohl Muslime wie auch Nicht-Muslime Ruhe und Sicherheit finden.
DER RECHTLICHE STATUS DER JUDEN UND CHRISTEN DER MUSLIMISCHEN GESELLSCHAFT
Die Juden und Christen, die in den Muslimisch eroberten Gebieten lebten, hatten nicht den Status eines Gefangenen sondern den eines “Zimmi” und erhielten damit bedeutende Rechte. Dieser Status wurde nicht-Muslimischen Untertanen zugebilligt, die mit der “cizye”, dafür eine Kopfsteuer zu entrichten hatten. Damit wurde ihnen die Sicherheit von Leben und Besitz und Religions- und Gewissensfreiheit garantiert. Siewaren ausserdem vom Militärdienst befreit und erhielten das Recht, bei Meinungsverschiedenheiten untereinander eine Lösung nach eigenem Recht zu suchen; wenn erforderlich, wurde die bezahlte Kopfsteuer auch zurückerstattet.
Die Einbehaltung der Kopfsteuer wurde oft falsch interpretiert und man versuchte, dies als Ungerechtigkeit darzustellen. Von der Muslimischen Bevölkerung behielt die Islamische Führung keine Kopfsteuer ein, denn diese war verpflichtet, Militärdienst zu leisten, während Nicht-Muslime von dieser Aufgabe befreit waren. Außerdem wurde die Kopfsteuer der Nicht-Muslime dazu verwendet, die Rechte von Nicht-Muslimen zu schützen und für bedürftige Nicht-Muslime zu sorgen. Wenn wir den Status des “Zimmi” und die Praxis der Muslimischen Führung bezüglich der Kopfsteuer betrachten, erkennen wir also, Vorurteile mancher Menschen unbegründet sind.
Unser Prophet sagte “wer den Zimmi unterdrückt oder ihm eine Last auflädt, die er zu schwach ist zu tragen, dessen Feind bin ich” und zeigte den Gläubigen, wie sie sich den Nicht-Muslimen gegenüber zu verhalten haben. Mit dieser Moral sahen die Muslime, dass es eine ihrer wichtigen Pflichten ist, die unter ihrer Herrschaft lebenden Nicht-Muslime zu schützen. Dem Muslimischen Rechstverständnis zufolge hatten die Nicht-Muslime manche Rechte erhalten, die der Staat zu schützen hat. Ein Artikel aus einem Vertag, der zur Zeit von des Kalifen Omar zwischen den Hira-Christen und den Muslimen beschlossen wurde, ist ein wichtiges Beispiel für die Einstellung der Islamischen Führung gegenüber den Nicht-Muslimen. Der Artikel besagt: “Wenn jemand von diesen - nachdem er reich war - kraftlos, alt oder durch Krankheit von Schmerzen geplagt oder arm wird, dieser und dessen Familie erhalten für die Dauer ihres Aufenthaltes auf Islamischen Boden Hilfe aus der Staatskasse.14

Und die unter euch, die großes Vermögen besitzen, sollen nicht schwören, ihren Verwandten und den Armen und denen, die auf Allahs Weg ausgewandert sind, nichts mehr zu geben, sondern Nachsicht üben und verzeihen, Wünscht ihr nicht, dass Allah euch vergibt?... (Sure an-Nur, 22
Eine weitere „Sozialleistung“ war die staatliche Hilfe aus der Staatskasse für Nicht-Muslime, die unfähig waren, ihre Steuern zu entrichten, sowie die Erleichterung ihrer Beschwernisse. Die Erklärung Omars, die dieser vor der Vereinbarung mit der Bevölkerung von Damaskus abgab, ist aufgrund der Sensibilität der Muslime bezüglich der Kopfsteuer und der Nicht-Muslime von Bedeutung:
Nehmt das Land, das Allah gewährte, nicht aus den Händen der Menschen und erlegt, wie im Buch Allahs bemerkt ist, die Kopfsteuer auf. Verlangt nicht mehr, wenn die Kopfsteuer von diesen bezahlt wird. Wenn wir das Land untereinander aufteilen, wird ihren Kindern nichts mehr übrigbleiben. Bleibt das Land bei seinen eigentlichen Besitzern, dann können die Muslime von dem leben was diese produzieren. Ihr könnt ihnen die Kopfsteuer auferlegen, aber ihr könnt sie niemals als Gefangene nehmen. Ihr könnt keine Ungerechtigkeit begehen, die diese kränkt oder ihnen Schaden zufügt, und ohne Recht könnt ihr deren Besitz nicht nehmen. Ihr seid verpflichtet, die Aufgaben zu übernehmen, denen ihr in den Abkommen mit ihnen zugestimmt habt.15
Wie zu sehen ist, betrachteten die aufrichtigen Muslime, die der Quranischen Moral folgten, die Sicherheit von Leben und Besitz der Andersgläubigen als eine Verpflichtung. Ein weiteres Beispiel der Islamischen Moral, die der Prophet die Muslime lehrte, ist die Rückzahlung der Kopfsteuer, als während eines Krieges mit dem byzantinischen Heer die Islamische Armee die Christen nicht wie erforderlich schützen konnte.16
Die freundschaftlichen Beziehungen, die die Islamische Welt in der Vergangenheit mit Juden und Christen einging, sind auch noch für die heutige Zeit ein wichtiges Beispiel. Die Islamische Moral erfordert, den Anhängern unerschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen tolerant zu begegnen, ihre Werte zu achten und ein Umfeld zu schaffen, das ein friedliches Zusammenleben ermöglicht. Deshalb ist die Verbreitung dieser Moral ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Weltfriedens.
Toleranz und Verständnis der Muslime erfordern gleiches Verhalten von aufrichtig glaubenden Juden und Christen. Denn Allah befahl auch Juden und Christen, andere Menschen zu lieben und Vorreiter für Freundschaft und Frieden zu sein.

VEREINIGUNG GEGEN DIE GEFAHR DER RADIKALISIERUNG



Radikale Strömungen stehen bei der Bedrohung der Sicherheit und des Weltfriedens an erster Stelle. Jeglicher Radikalismus hat revolutionären Wandel zum Ziel und folgt dabei einer harten, kompromisslosen Politik. Dieser Stil kommt in den Reden, Schriften und Demonstrationen radikaler Personen deutlich zum Vorschein. Radikale Bewegungen versuchen eine Massenpsychose zu bewirken, die an die Stelle von bewußtem Verhalten blind verteidigte Dogmen setzt und sich entsprechend dieser Dogmen entwickelt. In einem solchen Umfeld, in dem Toleranz und Verständnis völlig verschwunden sind, entsteht Feindschaft gegenüber anderen Ideologien, Glaubensrichtungen und Rassen, ohne dass die Notwendigkeit empfunden wird Gedanken und Ansichten der Gegenseite anzuhören.

Hunderte von unschuldigen Menschen verloren beiden Terroranschlägen des 11. September ihr Leben.
Unwissenheit ist der Nährboden für die Fähigkeit des Radikalismus, Anhänger zu sammeln. Bevölkerungsmassen, die einseitig mit Wissen versorgt wurden, können von radikalen Strömungen beeinflußt werden und deren Ideen zustimmen, ohne diese beurteilen zu können. Deshalb hat die Erziehung einen wichtigen Stellenwert bei der geistigen Auseinandersetzung mit jeder Art von Radikalismus. Radikalismus gibt es in der Islamischen Welt ebenso wie in den christlichen und jüdischen Gesellschaften; diese Situation wird von denjenigen, die eine Auseinandersetzung zwischen den Zivilisationen herbeiführen wollen, mißbraucht. Welch ernsthafte Bedrohung der Radikalismus für den Frieden der Welt darstellt, zeigten die Terrorangriffe auf die USA vom 11. September und die Atmosphäre, die danach entstand. Die Tatsache, dass diese Anschläge von Fanatikern, die sich als Muslim lancierten, verursacht wurden, ließ in der westlichen Welt einen falschen Eindruck von der Religion des Islam entstehen. Der Islam jedoch verbietet klar und deutlich jegliche Art von Gewalt und Aggression. Die Islamische Welt verurteilte die Terroristen, und Muslime in aller Welt beteten zusammen mit den Christen für die unschuldigen Menschen, die bei den Angriffen ihr Leben verloren. Auch amerikanische Muslime kamen den Betroffenen der Angriffe zu Hilfe. Trotzdem begann unter der Einwirkung von Kreisen, die diese Anschläge allgemein dem Islam zuschreiben wollten in Amerika und Europa die Ausgrenzung von Muslimen und es kam zu Gewalttaten. Die Einflüsterungen der Radikalen, die auf die Teilung der Welt in miteinander kämpfende Pole abzielen, schufen eine für die Menschen beider Zivilisationen besorgniserregende Atmosphäre.
Sabah Zeitung, 15. September 2001
Manche Kreise bemühten sich, die Anschläge vom 11. September allen Muslimen zuzuschreiben. Doch die islamische Moral verbietet aufs Heftigste Gewalt und Aggression. Nach den Ereignissen betonte George Bush bei einem Moscheebesuch, dass der Islam eine Religion des Friedens ist und dass sich die amerikanische Bevölkerung vor falschen Informationen in acht nehmen soll. Für die Opfer der Anschläge beteten Muslime und Christen gemeinsam.
Sowohl in der westlichen wie auch in der Islamischen Welt müssen kulturelle Programme veranstaltet und Kampagnen organisiert werden, die alle Gesellschaftsschichten erreichen, um den Radikalismus zum Verschwinden zu bringen und weitere Schäden zu verhindern. Wir können die Merkmale, die diese Programme haben müssten sowie die Aufgaben, die den verschiedenen Teilen der Gesellschaft zufallen, folgendermaßen auflisten:
• Radikalismus ist nicht mit der religiösen Moral zu vereinbaren. Wichtig sind das Aufzeigen dieser Tatsache anhand von Beweisen und der ideelle Sieg über Radikale, die behaupten im Namen der Religion aufzutreten. Den Menschen muß erklärt werden, dass die Anhänger der drei Göttlichen Religionen verpflichtet sind, geduldig, liebevoll, feinfühlig, und respektvoll zu sein. Den Menschen muss erklärt werden, dass der Herr allen Menschen Unterdrückung und Aggression verboten hat, dass vor Allah kein Verhalten erlaubt ist, dass unschuldigen Menschen Schaden zufügt und dass sich Menschen, die sich auf diesen Weg begeben, in einem großen Irrtum befinden. Dank dieser Schrift wird von der Gesellschaft sofort entdeckt werden, wenn Menschen nicht das Rechte sagen und sich auf einem Abweg befinden, die im Namen der Religion auftreten, jedoch intolerant und gewaltbereit sind. So wird es diesen Menschen nicht mehr möglich sein, Anhänger zu finden.
• Vorurteile sind ein Hindernis für einen Dialog zwischen den Gesellschaften. Ein wichtiger Schritt zum Aufbau guter Beziehungen ist die Vorbereitung eines Umfeldes, in dem die Anhänger der drei Göttlichen Religionen Glauben, Traditionen und Andachtsübungen der anderen näher kennenlernen können. Gegenseitige Ausbildungs- und Kulturprogramme vermögen mit Leichtigkeit, ein solches Umfeld herzustellen. Lernen sich die Anhänger unterscheidlicher Religionen kennen, dann erkennen sie, über wie viele Gemeinsamkeiten sie verfügen und sie erhalten die Möglichkeit zu einer Versöhnung. Die Menschen müssen einander ihre jeweilige Weltanschauung entsprechend der Moral, die Allah ihnen in den heiligen Büchern befahl erklären, denn auf diese Weise werden aus Wissensmangel resultierende Mißverständnisse verhindert.
• Um die genannten kulturellen Arbeiten zum Erfolg zu führen, fällt den Medien eine wichtige Rolle zu. Die Medien müssen diese kulturellen Tätigkeiten unterstützen, um dem Dialog zwischen den Gesellschaften zum Erfolg zu verhelfen. Publikationen, die Ausgrenzung und Gewalt provozieren, sind zu unterlassen und Publikationen, die Ausgeglichenheit und Toleranz fördern, sind zu verbreiten. Publikationen vor allem der westlichen Presse zu diesem Thema sind ein wichtiger Schritt zur Beseitigung der Vorurteile, die von bestimmten Kreisen gegen Muslime geschürt werden. Die Medienorgane der Islamischen Welt andererseits müssen sich sorgfältig vor Veröffentlichungen hüten, die den Haß auf andere Religionen und Zivilisationen anheizen, aber auch vor gewaltfördernden Interpretationen. Der Schwerpunkt ist auf die kulturelle und geistige Entwicklung der islamischen Welt zu legen.
• Die größte Verantwortung aller dieser Bemühungen jedoch entfällt auf die Geistlichen und die Vorreiter der öffentlichen Meinungsbildung. Die drei Göttlichen Religionen müssen Vorsicht walten lassen gegenüber denjenigen, die Aberglauben und unhaltbare Glaubensinhalte als einen Teil der religiösen Moral darstellen. Der Gesellschaft muß bewußt gemacht werden, dass jede Art von Radikalität der religiösen Moral entgegengesetzt ist und dass Allah den Gäubigen befahl, ausgeglichen und nachgiebig zu sein. Um die Gesellschaft vor Radikalismus zu schützen, müssen die Meinungsbildner diese Bewegung der Bewußtseinsformierung unterstützen und die Grundlage für ein maßvolles Verständnis vorbereiten.
• Diese Bemühungen, die von den Angehörigen der drei Göttlichen Religionen auszuführen sind, stellen ein Mittel dar, um die Bedingungen aufzuheben, die die Grundlage des Radikalismus sind. Die Menschen müssen sich vor einem Verständnis hüten, das die eine Seite schätzt, die andere jedoch als wertlos empfindet, das den Glauben und religiöse Werte völlig außer Acht läßt und nur sich selbst im Recht wähnt. Die Sure al-Baqara, der 113. Vers des Quran, teilt mit, dass die Juden die Christen beschuldigen “auf nichts zu fußen” und die Christen die Juden in gleicher Weise beschuldigen. Doch weiß Allah am besten, wer sich auf dem richtigen Weg befindet. Deshalb müssen die aufrichtig Glaubenden Wege suchen, die sie noch näher zu Allah führen, anstelle sich gegenseitig zu beschuldigen, und sie müssen sich darum bemühen, das Wohlgefallen und die Barmherzigkeit Allahs zu erlangen. Ein Vers erklärt in folgender Weise, dass sich diejenigen falsch verhalten, die das Gegenteil tun:
Und die Juden sprechen: "Die Christen fußen auf nichts!". Und die Christen sprechen: "Die Juden fußen auf nichts!" Und doch lesen sie die Schrift. Mit ähnlichen Worten sprachen (schon) diejenigen, die überhaupt kein Wissen besitzen. Allah wird unter ihnen am Tag der Auferstehung über das richten, worin sie uneins sind. (Sure al-Baqara, 113)
Es ist auch nicht zu vergessen, dass mit der Allianz gemäßigter, friedliebender, kultivierter und aufrichtig religiöser Menschen der Schaden beseitigt werden kann, den die Radikalen in der Islamischen, der christlichen und der jüdischen Welt verursacht haben. Auf diese Weise werden die Einflüsterungen derjenigen unschädlich gemacht, die Krieg und Auseinandersetzung als einzige Lösung anbieten und die glauben, dass Sicherheit nur durch Demonstration von Stärke oder Gewaltanwendung gewährleistet werden kann; zugleich werden die Unternehmungen behindert, die die Ursache sind für noch mehr Blut und Tränen und noch größeren materiellen Schaden.
Ein weiterer wichtiger Weg zur Eindämmung des des Radikalismus ist die Darstellung der Fehler der den Radikalismus fördernden Ideologien. Auf den folgenden Seiten dieses Buches werden wir die Fehler der radikalen Bewegungen der christlichen, jüdischen und Islamischen Welt untersuchen.
Links ist das Schreiben des Rabbiners Eric Joffie abgebildet, in dem er nach dem 11. September die Aggressionen von Radikalen gegen Muslime verurteilt.
Eine der problematischsten Regionen ist Palästina. Doch vor allem in letzter Zeit nahmen Dialog und Zusammenarbeit zwischen gewissenhaften Juden und Muslimen zu. Die Nachricht mit der Überschrift "Building A Better Future Together” (Gemeinsam eine bessere Zukunft aufbauen) berichtet von den gemeinsamen Unternehmungen von Juden und Muslimen auf technologischem Gebiet. Der Artikel mit der Überschrift “Bridge Over Water” (Brücke über dem Wasser) beschreibt einige gemeinsame Projekte zwischen Juden und Muslimen, um das Wasserproblem Palästinas zu lösen. In einem Umfeld, in dem die wahre religiöse Moral gelebt wird, wird auch die Anzahl von Projekten dieser Art zunehmen und Wohlstand, Ruhe und Sicherheit werden mit Allahs Erlaubnis von Dauer sein.

In dem Bericht auf der Internetseite der BBC mit der Überschrift “Ein Geistlicher verdammt Selbstmordanschläge” wird den Veröffentlichungen von Scheich Muhammad Tantavi Platz eingeräumt, der sagt, dass derartige Anschläge mit der Islamischen Moral nicht vereinbar sind.

Daneben steht die Erklärung des modernen Islamgelehrten Yusuf Qardawi mit der Überschrift “Der Islam billigt keinesfalls Gewalt gegen unschuldige Menschen”.
Die Tatsache, dass Radikalismus und Gewalt keinerlei Platz im Islam haben, wird von modernen Islamgelehrten häufig wiederholt. An der Spitze dieser Gelehrten steht der Oberimam der berühmten el-Ezher Universität, Scheich Muhammad Tantavi. Tantavi, dessen Ansichten überall in der Islamischen Welt Gewicht haben, sagte in einer Rede, in der er die auf Zivilisten verübten Selbstmordanschläge in Israel verurteilt, folgendes:
Ich bin völlig gegen die Aussagen von Menschen, die Angriffe auf unschuldige Frauen und Kinder als legal ausweisen. Eine solche Äußerung kann niemals akzeptiert werden. Und sie widerspricht aufs Heftigste den Empfehlungen unseres Propheten. Im Islam ist es in jedem Fall verboten, Gewalt gegen unschuldige Menschen anzuwenden.
Ein weiterer Geistlicher, der ähnlicher Ansicht ist, ist der saudiarabische Mufti Abdulaziz bin Abdallah al Sheikh. Bezugnehmend auf die Selbstmordanschläge meinte Abdulaziz bin Abdullah, dass “dies eine Art Selbstmord ist und deswegen verboten ist”. Er drückte aus, dass keine Art von Aggression mit dem Islam zu vereinbaren ist.
Der Direktor des Muslimischen Kollegs in London, Dekan Dr. Zeki Badawi ist einer der Gelehrten, die mitteilen, dass Radikalismus und Gewalt nicht der Islamischen Moral entsprechen.
Persönlich glaube ich, dass diese Menschen den Islam falsch verstanden haben, dass diejenigen, die Zivilisten angreifen eine große Schuld begehen, da dies im Islam verboten ist.
Einer der wichtigsten Wege zur Verhinderung von Radikalismus sind die Bemühungen zu einem Dialog der mit der Allianz der Anhänger der drei Religionen verwirklicht wird. Eine dieser Unternehmungen sind die traditionellen “Alexandrinischen Versammlungen”, die vom Pariarchat Alexandrias veranstaltet werden.
Oben ist der Text der Rede des Patriarchen von Alexandria abgedruckt, die dieser über den muslimisch-christlichen Dialog hielt. Daneben befindet sich die Deklaration der Versammlung des Jahres 2002.
DIE MORAL DES QURAN BEWAHRT VOR RADIKALISMUS
Die Islamischen Gesellschaften waren immer Zentrum der Freundschaft und Toleranz gegenüber Nicht-Muslimen. Die Geschichte der vergangenen 1400 Jahre ist voller Beispiele für die Flucht von Christen und Juden, die in anderen Regionen unterdrückt wurden, in den Herrschaftsbereich der Muslime. Diese Tatsachen muß man sich in einer Zeit vor Augen halten, die wie heute so sehr des Friedens bedarf. Allah beschrieb im Quran den Gläubigen als einen Charakter von angenehmer Wortwahl, der von Streit und Auseinandersetzung Abstand nimmt, auch den größten Opponenten gegenüber maßvoll und freundschaftlich gegenübertritt, der bescheiden, geduldig und liebevoll ist. Betrachtet man die Quranischen Verse, dann erkennt man, dass ein maßvoller, angenehmer und toleranter Stil die gemeinsame Eigenheit aller Propheten ist. Allah beschrieb den Propheten Abraham (Fsai) als "fürwahr mitleidsvoll und milde" (Sure at-Tauba, 114). Ein Vers, in dem die Moral Muhammads (s.a.w.s) beschrieben wird lautet folgendermaßen:
Und dank der Barmherzigkeit Allahs warst du gütig zu ihnen. Wärst du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie von dir davongelaufen... (Sure Al-Imran, 159)
Muslime, die verpflichtet sind, die religiöse Moral zu erklären, Menschen nicht zu unterdrücken und zu zwingen und selbst dem hartnäckigsten Leugner gegenüber freundlich zu sein, können nicht radikal sein. Denn Radikalismus bedeutet, das Gegenteil all der aufgezählten Eigenschaften zu praktizieren.

Übe Nachsicht, gebiete das Rechte und meide die Unwissenden. (Sure al-A'raf, 199)
Wenn die Muslime wütend wurden, dann wurden sie im Quran als intelligente, gemäßigte und ausgeglichene Menschen beschrieben, die diesen Zustand überwanden. Stets bevorzugen sie versöhnlich zu sein, Auseinandersetzungen friedlich zu lösen und die positiven Seiten der Ereignisse zu sehen. Sie verhalten sich grundsätzlich ruhig und friedlich. Diese Eigenschaft der Muslime wird in einem Vers folgendermaßen beschrieben:
Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben - und Allah liebt die Gutes Tuenden. (Sure Al-Imran, 134)
Sprechen Muslime mit Menschen, die nicht demselben Glauben wie sie anhängen, erklären sie diesen die Quranische Moral und benutzen dabei einen höchst liebenswürdigen und ehrerbietigen Stil. Niemals besteht ihr Ziel darin, den Gegenüber zu zwingen. Die Verpflichtung der Muslime besteht darin, den Menschen die Moral, die Allah im Quran mitteilte, in angenehmster Weise zu erklären und die Entscheidung ihr zu folgen, dem Gegenüber zu überlassen. In dem folgenden Vers teilt Allah mit, welchen Stil ein Muslim anderen Menschen gegenüber zu gebrauchen hat.
Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure an-Nahl, 125)
Ein weiteres Beispiel, das uns diesbezüglich den Weg weist, ist der Befehl Allahs an den Propheten Moses (Fsai) “sanfte Worte zu sagen”, wenn er zum Pharao geht:
Geht beide zu Pharao. Siehe, er überschreitet das Maß. Doch sprecht mit ihm auf freundliche Weise. Vielleicht lässt er sich ermahnen oder lernt, (Mich) zu fürchten." (Sure Taha, 43-44)
Der Pharao war der Leugner, der in seiner Zeit die Tyrannei und Verleugnung am weitesten trieb. Nicht nur, dass er Allah verleugnete und sich selbst zum Götzen machte, er war ein Despot, der an den Gläubigen, den Israeliten, ungeheuerliche Grausamkeiten verübte. Trotzdem befahl Allah seinem Propheten “ihm sanfte Worte zu sagen” wenn er zu ihm ginge. Es ist auffällig, dass die von Allah mitgeteilte Maßnahme darauf beruht, einen Dialog in einem gemäßigtem Stil aufzubauen. Spitze Worte, Geschrei und aufgeregte Auseinandersetzungen entsprechen nicht der von Allah befohlenen Moral und dem Stil der Verkündung.
Deshalb müssen sich alle Muslime eines harten, wütenden und kämpferischen Stils enthalten, der nicht mit dem Geist der Quranischen Moral und dessen Wesen übereinstimmt und statt dessen den maßvollen, toleranten, ruhigen und intelligenten Stil verfolgen, den Allah im Quran beschrieb. Die Muslime müssen mit ihrer Reife, ihrer Toleranz und Menschlichkeit, Ausgeglichenheit, Bescheidenheit und Gelassenheit der ganzen Welt ein Vorbild sein, dann werden andere Menschen sie und die Islamische Moral bewundern. Doch nicht nur auf diesem Gebiet, auch auf den Gebieten von Wissenschaft, Kultur, Kunst und Ästhetik soll mit großen Fortschritten und schönen Werken der Islam in der angenehmsten Weise gelebt und in der gesamten Welt repräsentiert werden.
DIE IRRTÜMER DER RADIKALEN CHRISTEN

Ein Bild, das die Kreuzritter bei der Zerstörung der al-Aksa Mosche zeigt.
Bei der Anwendung der in der Bibel genannten Prinzipien Toleranz, Liebe und Achtung, die vom größten Teil der christlichen Welt den Anhängern anderer Religionen entgegengebracht werden, sind vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts positive Entwicklungen zu verzeichnen. Zu dieser Zeit wurden in der christlichen Welt weitgehend die vollkommen falschen und jeglicher Grundlage entbehrenden Ansichten über andere Religionen aufgegeben, und es setzte sich die Einstellung durch, dass Menschen anderer Religion keine Sünder sind. Christliche Schriftsteller, Forscher und Geistliche brachten diesen Gedanken häufig zur Sprache. Die das Christentum vertretenden Organisationen beschlossen, die Probleme der Welt im Dialog und durch Zusammenarbeit mit den anderen Religionen zu lösen. Das zuvor herrschende konservative Verständnis machte Toleranz und Nachsicht Platz. Trotzdem kann man in der christlichen Welt immer noch, wenn auch seltener eine intolerante und sogar aggressive Haltung Menschen gegenüber antreffen, die einem anderen Glauben anhängen. Manche religiösen Führer machen falsche Aussagen über andere Religionen und führen an, dass Menschen, die an diese Religion glauben, schuldbeladene Sünder seien. Insbesondere manche unrechten und haltlosen Behauptungen, die gegenüber Muslimen auf die Tagesordnung gebracht werden, verursachen in der muslimischen Welt Irritationen. Manche christliche Führer führen auf manche Bedeutungen des Alten Testaments gestützt an, dass in naher Zukunft ein Krieg zwischen der westlichen Welt und den Muslimen stattfinden wird und, was schlimmer ist, sie rechtfertigen, dass ein solcher Krieg stattfinden muß. Das Alte Testament, das einen Teil der Lebensgeschichten vergangener Gesellschaften erzählt, berichtet auch von den Kriegen dieser Zeit und deren Ergebnissen. In der großen Mehrheit beziehen sich die Erläuterungen jedoch auf diese Zeit und auf Ereignisse die diese Gesellschaften erlebten. Deshalb sind einige Erzählungen des Alten Testaments entsprechend der Bedingungen dieser Zeit zu bewerten und es ist von Schlüssen abzusehen, die Krieg und Auseinandersetzungen in unserer heutigen Zeit unterstützen.

Die Geburtskirche.
Ein anderer großer Irrtum der radikalen Christen ist es, den Krieg, von dem sie glauben, dass er geschehen muß, “Armageddon”, als ein Ereignis zu sehen, das vor der Ankunft des Messias stattfinden soll. Dieses verquere Verständnis steht jedoch ganz im Gegensatz zu der Moral, die der Prophet Jesus (Fsai) die Christen lehrte. Schaut man in die Bibel, dann ist deutlich zu erkennen, dass der Prophet Jesus (Fsai) stets Liebe, Frieden und Freundschaft empfahl. Außerdem müssen die Christen wissen, dass die zweite Ankunft des Messias, des Propheten Jesus (Fsai) auf der Erde, nicht nur die Christen, sondern auch die Muslime mit großer Freude erwarten. Denn dieses Wunder ist im Quran vermerkt und wird in den Hadithen des Propheten Muhammad (s.a.w.s) mitgeteilt. Auf dieses Wunder müssen sich deshalb Christen und Muslime in gemeinsamer Erwartung vorbereiten. Die wichtigste zu treffende Vorbereitung besteht darin, sich um eine Moral zu bemühen, mit der Allah zufrieden ist. Man darf nicht vergessen, dass mit der Ankunft des Propheten Jesus die Allah verleugnenden Philosophien und heidnischen Glaubensrichtungen eine ideelle Niederlage erleiden werden, dass Ideologien wie Rassismus und Faschismus verschwinden werden, die Erde auf diese Weise von Kriegen, Auseinandersetzungen, ethnischen Feindschaften, Tyrannei und Ungerechtigkeiten gerettet werden wird, und dass die Menschheit in einer Zeit des Friedens, des Glücks und der Ruhe leben wird. Die Gläubigen, die sich auf diese Weise aufrichtig auf die Ankunft des Propheten Jesus (Fsai) vorbereiten, müssen Arbeiten unternehmen, die das Fundament eines solchen Umfeldes entwickeln und sich darum bemühen, jede Auseinandersetzung zu verhindern, und Streitereien und Feindseligkeiten außen vor zu lassen.
Absichten und Aktionen die darauf abzielen, die Errichtung einer auf Verständnis und Achtung aufbauenden Beziehung zwischen beiden Gesellschaften zu verhindern, können ohne Zweifel am besten von den Christen selbst wirkungslos gemacht werden. Solche Irrtümer müssen der Gemeinschaft der Christen aufgezeigt werden. Die Anschauungen von Personen die darauf abzielen, die Welt in einen großen Kriegsschauplatz zu verwandeln, weil sie die Existenz anderer Zivilisationen nicht ertragen können, sind der christlichen Lehre entgegengesetzt, die Liebe und Verständnis befiehlt. Entsprechend der Bibel müssen religiöse Christen allen Menschen Gutes tun, sogar ihre Feinde lieben und auch denjenigen eine Wohltat erweisen, die sie hassen. Eine vor allem Muslimen gegenüber entwickelte, vorurteilsbeladene Einstellung resultiert aus der falschen Bewertung der christlichen Lehre und dem Einfluß mancher atheistischer Ideologien. Gemäßigte Christen müssen darlegen, dass die von Radikalen vertretenen Behauptungen im Widerspruch mit der Frieden und Liebe verteidigenden christlichen Lehre stehen. Unternehmungen in dieser Richtung verhindern, dass Menschen, die nicht über ausreichend Wissen verfügen, dem Einfluß der radikalen Einflüsterungen unterliegen. Es ist eine Notwendigkeit der christlichen Moral, diesen Gefahren zu begegnen. Diese Verantwortung der Christen wird in der Bibel folgendermaßen ausgedrückt:
Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopft die Unwissenheit der törichten Menschen. Tut Ehre jedermann, habt die Brüder lieb; fürchtet Gott... (1. Petrus, 2/15-17)
Die vorhandenen Bedingungen zeigen, dass alle Christen, die über ein Gewissen verfügen, sich völlig dieser Verantwortung stellen müssen. Auch darf nicht vergessen werden, dass die von den Radikalen geforderte Auseinandersetzung und der Krieg beiden Seiten große Verluste, Leid und Tränen bringen wird. Eine Allianz der aufrechten Gläubigen würde diese üble Möglichkeit völlig aus der Welt geschaffen. Es ist falsch, sich davor zu scheuen die notwendigen Schritte zu unternehmen. Das Erhöhen der Spannung, so wie dies von Radikalen versucht wird, kann durch beiderseitige Bemühungen von Christen und Muslimen verhindert werden. Bei der Etablierung des Weltfriedens wird die Aufhebung von Vorurteilen und die Sicherstellung einer Allianz der Gläubigen ein Mittel sein für die Vorreiterrolle religiöser Menschen; auf diese Weise werden sowohl Christen als auch Juden der Welt Frieden und Wohlbefinden bringen, als Konsequenz der von Allah befohlenen Moral.
DIR IRRTÜMER RADIKALER JUDEN
Am 25. Februar 1994 wurde auf die Muslime, die in Hebron im Westjordanland in der Moschee des Propheten Abraham beteten, ein schweres Attentat verübt. Der jüdische Siedler Baruch Goldstein, von dem behauptet wird, dass er den Spuren von Meir Kahane folgt, und der Mitglied einer radikalen jüdischen Organisation ist, betrat während des Morgengebets mit einem Sturmgewehr des Typs M-16 die Moschee, die von israelischen Soldaten geschützt wurde. Er lief in die Mitte der Moschee und schoß unter mehrmaligem Wechseln des Magazins auf die ca. 500 betenden Muslime. 67 Muslime wurden an Ort und Stelle zu Märtyrern, 300 wurden verletzt. Die israelische Regierung behauptete, dass der Vorfall die verrückte Tat eines Einzelgängers sei. Allerdings zeigt die Tatsache, dass Goldstein mit der M-16 in Händen an den die Moschee schützenden Soldaten vorbei ins Innere ging und lange Zeit unter mehrfachem Wechseln des Magazins auf die Glaubensgemeinschaft feuerte, dass die israelischen Soldaten mindestens passive Unterstützung leisteten.

Time, 7. März 1994
Dem unbarmherzigen Attentat auf die Moschee des Propheten Abraham wurde im Magazin Newsweek der Titel “Blutbad in der Moschee” gegeben.

Newsweek, 7. März 1994 Der jüdische Siedler Baruch Goldstein, der das Feuer auf die Muslime eröffnete, die in der Moschee des Propheten Abraham das Morgengebet beteten, tötete 67 Muslime und verletzte 300 Menschen. Goldstein war Mitglied der radikalen jüdischen Organisation Kach. .
Eigentlich ist dieses Ereignis nur eine der von israelischen radikalen Gruppierungen durchgeführten Aktionen. Um den Tempel des Salomon neu zu erbauen, versuchten die gleichen Gruppen in den 80er Jahren, Muslimische Gebetsstätten in Jerusalem (Die Al Aksa Moschee und Kubbet-üs Sahra) in die Luft zu sprengen. Auch die radikalen jüdischen Siedler, die ständig Waffen tragen, sind Mitglieder dieser Gruppen. Die radikalste dieser Gruppierungen jedoch ist die Kahane Fraktion, der auch Goldstein angehörte, der das Morden in El-Halil verübte. Diese Organisation, die von dem Rabbiner Meir Kahane ins Leben gerufen wurde, ist sowohl in Israel wie auch in Amerika organisiert. Sie ist in Israel unter dem Namen “Kach”, in Amerika unter dem Namen “Jewish Defense League” tätig und ist vollständig den fanatischen Doktrinen des Meir Kahane ergeben. Unter den Gedanken Kahanes sind so fanatische Ideen, dass die Juden allen anderen Rassen überlegen seien, andere Rassen den Status von Tieren haben und dass die besetzten Gebiete von Arabern “ethnisch gesäubert” werden müssen. Die Logik der Vereinigung wird in der Form von “Der beste Araber ist ein toter Araber” ausgedrückt. Nach der Ermordung Kahanes bei einem Anschlag in New York 1990 löste sich die Vereinigung nicht auf, sondern organisierte sich vor allem in Israel mit Namen wie “Kahane Chai” neu. Die Verantwortlichen von El-Halil und den darauffolgenden Morden sind Nachahmer des genannten Kahane.
Eine weitere seltsame Seite der Morde von El-Halil ist deren Akzeptanz von einigen Teilen der israelischen Bevölkerung. Israel Shahak, einer der israelkritischen Namen lenkte in einem Artikel die Aufmerksamkeit darauf, dass das Goldsteinattentat in “beunruhigender Weise” von der Bevölkerung Israels unterstützt wurde.17 Demzufolge zeigte eine nach dem Ereignis durchgeführte Meinungsumfrage, dass 40% der Israelis die Morde unterstützen oder wenigstens “Verständnis” zeigten. Unter Jugendlichen lag diese Quote noch höher; 30% der jungen Israelis teilten mit, Goldstein zu unterstützen, 35%, dass sie ihn “verstünden”. Shahak schrieb, dass diese Unterstützung nicht nur auf die El-Halil Morde beschränkt bleibe, sondern dass die im allgemeinen von den Kahane-Nachfolgern verteidigten Doktrinen eine erschreckende gesellschaftliche Unterstützung fänden. Untersuchungen zeigen, dass 39% der Jugendlichen die Ideen Kahanes vorbehaltlos unterstützen. Wurde der Name Kahanes nicht genannt, sondern nur dessen Ansichten zusammengefasst, dann stieg die Unterstützung auf 66% an. Diese Mehrheit glaubte, das die Araber in den besetzten Gebieten zur Abwanderung gezwungen werden müssten. Wie Shahak sagte, ist auch die Anzahl derer sehr hoch, die die Araber als “Amalek” bezeichnen. Die Amalek waren im Alten Testament ein arabischer Stamm, der ohne Unterscheidung von Frauen und Kindern den Tötungsbefehl gab. Über die Amalek wird folgendes gesagt:
So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus Ägypten zog. So zieh nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, was sie haben; schone ihrer nicht sondern töte Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel! (I. Samuel, 15/2-3)

Rabbiner Meir Kahane. Er ist der Gründer der radikalen zionistischen Kach-Organisation. Diese Organisation, die in Israel unter dem Namen Kach tätig ist, agiert in Amerika unter der Bezeichnung “Jewish Defense League”.
Die Aktionen radikaler Juden werden von gewissenhaften Menschen der jüdischen Gesellschaft aufs Heftigste verurteilt. Eine dieser Personen ist der jüdische Geistliche Jonathan Magonet, der bedeutende Arbeiten für Toleranz und den Dialog zwischen den Religionen unternimmt. In seinem Buch mit dem Titel “Talking to Other” (Mit anderen Sprechen) lenkt er die Aufmerksamkeit auf die gemeinsamen Werte der Angehörigen der drei Religionen.
In seinem Buch findet sich auch ein Bericht über die Versammlung, die im Jahre 1994 in der Londoner Synagoge für die in der Moschee des Propheten Abraham ermordeten Muslime abgehalten wurde. An der von Juden veranstalteten Versammlung nahmen zahlreiche Juden und Muslime teil. Während der Versammlung wurden Quranverse sowie Auszüge aus den heiligen Texten der Juden gelesen und teilnehmende Juden und Muslime beteten gemeinsam für die Opfer. Unter der Überschrift “Gebetsabend für die Opfer des Blutbads in der Moschee des Propheten Abraham” wird die Organisation ausführlich beschrieben.
Dieser Vorfall und seine Bewertungen zeigen, dass eine ernsthafte Gefahr besteht, die wir “jüdischen Radikalismus” nennen können.
Die Ideologie dieses Radikalismus untersuchten wir bereits in verschiedenen früheren Büchern. Das zusammengefasste Ergebnis dieser Untersuchungen können wird folgendermaßen ausdrücken:

Kübbet-üs Sahra und Klagemauer.
Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure an-Nahl, 125)
In einem Teil der jüdischen Welt gibt eine radikale Neigung, die Nichtjuden gegenüber Rachsucht und Haß einflüstert und insbesondere Palästinensern gegenüber die Anwendung der härtesten und unbarmherzigsten Methoden verteidigt. Auch im israelischen Staat verfügt diese Strömung über einen Schwerpunkt und spielt eine wichtige Rolle beim Entstehen und Fortführen der aggressiven und unversöhnlichen Haltung, die Israel seit mehr als einem halben Jahrhundert gegenüber den Palästinensern und den anderen arabischen Nachbarn verfolgt. Sicherlich sind Militante wie die Kahane Gruppe oder Baruch Goldstein nur eine kleine Minderheit in der jüdischen Gesellschaft Israels und unter allen Juden der Welt. Wenn aber auch die Mehrheit verglichen mit diesen gruppen gemäßigter ist, so gibt es eine ideell ernährte Kultur der Radikalität, die sowohl für den Mittleren Osten wie auch für den Weltfrieden eine Gefahr darstellt. Die grosse Mehrheit der Juden sind jedoch kein Teil des jüdischen Komplotts sind, das im wahrsten Sinne des Wortes die gesamte Welt umfasst. Vielmehr ist ein großer Teil der Juden, vor allem der nicht in Israel lebenden Teil der Juden gegen solche Neigungen und wünscht in Frieden mit anderen Glaubensrichtungen und Nationen zu leben. Wir wollen auch daran erinnern, dass sich unter den Juden zahlreiche religiöse Juden und Geistliche befinden, die sich gegen die religiöse Erklärungen verwendenden radikalen Juden einsetzen.
Der jüdische Radikalismus lässt zwei grundlegende Quellen erkennen: 1. Die Psychologie der “Feindschaft gegen alles Nichtjüdische”, die aus der Tradition der Juden kommt und sich insbesondere auf bestimmte fanatische Bestimmungen des Talmud stützt.
2. Den durch die Kolonialisierungsideologie des Sozialdarwinismus inspirierten politischen Zionismus, der Ende des 19. Jahrhunderts aufkam.
Die erste der oben gannten Quellen wurde am ausführlichsten in dem Buch von Israel Shahak, Jewish History, Jewish Religion (Jüdische Geschichte, Jüdische Religion) untersucht. Wie Shahak ausführlich nachwies, war das jüdische Volk, das ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. in der Diaspora in christlichen Gebieten lebte, jahrhundertelang Druck und Grausamkeiten ausgesetzt. Als Reaktion darauf entwickelte sich das Gefühl der Feindschaft gegen alles Nichtjüdische. Dieses Gefühl wurde insbesondere in den traditionellen Quellen der Juden, dem Talmud widergespiegelt. Die Verfasser des Talmud erteilten unter Verzerrung der Bestimmungen des Alten Testaments oder von darauf gestützten Interpretationen falsche Ratschläge, dass man Nichtjuden betrügen und schädigen dürfe. Diese Bestimmungen, die daraus entstandenen Traditionen und manche Verhaltensweisen der jüdischen Gesellschaft sind der Grund, dass Juden gegenwärtig Nichtjuden mit großer Unsicherheit, ja sogar mit Haß betrachten.
Die zweite Quelle betrifft den politischen Zionismus. Diese Bewegung am Ende des 19. Jahrhunderts als ein Projekt der Juden geboren, die in Palästina einen Nationalstaat gründen wollten. Dieses Projekt kann sicherlich als ein Recht der Juden bewertet werden, die zu dieser Zeit nirgendwo auf der Welt über einen Staat verfügten und in den Ländern, in denen sie lebten, zum Großteil als Staatsbürger zweiter Klasse betrachtet wurden und antisemitischem Druck und Angriffen ausgesetzt waren. Allerdings ging der Zionismus über seine legalen Ansprüche auf Gründung eines jüdischen Staates auf palästinensischem Boden hinaus und propagiert inzwischen die Vereinnahmung von ganz Palästina unter Vertreibung der Araber. Dies ist ein Ergebnis des Einflusses der kolonialen Ideologie des Sozialdarwinismus, der im 19. Jahrhundert den Zionismus Europas beherrschte. In den 1920er und 1930er Jahren wurde diesem der revisionistische Zionismus hinzugefügt, eine Bewegung unter der Führerschaft des faschistischen Ideologen Vladimir Jabotinsky, der seine Inspiration von Nazideutschland und dem Italien Mussolinis erhielt; auf diese Weise kam zum Zionismus ein faschistisches Element.

Sammellager Nordhausen, 1945
Der Antisemitismus, der in der Islamischen Welt niemals auftauchte, führte dazu, dass in Europa während des 2. Weltkrieges Millionen von Juden ermordet wurden.
Der jüdische Radikalismus ist also eine Mischung aus diesen beiden negativen Traditionen. Dieser Radikalismus kann durch zwei Massnahmen eingedämmt werden: 1. Jüdische Geistliche haben die Lehren der jüdischen Tradition zu reinigen, die Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit fördern und an deren Stelle das moralische Verständnis zu setzen, das im Wesen des Alten Testamentes vorhanden ist und sich auf Liebe, Achtung, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit stützt.
2. Gewährleistet werden muß ausserdem die Mäßigung des Zionismus auf politischem Gebiet. Sicherlich hat Israel ein Existenzrecht sowie das Recht, in seinen Gebieten für Sicherheit zu sorgen; aber es hat kein Recht eine Nation ein halbes Jahrhundert lang besetzt zu halten. Aus diesem Grund muß sich der jüdische Staat aus den seit 1967 besetzten Gebieten zurückziehen und der Gründung eines palästinensischen Staates im Westjordanland und dem Gazastreifen zustimmen; darüber hinaus muß Israel freundschaftliche und konstruktive Beziehungen mit diesem Staat aufbauen und sowohl mit den Palästinensern wie auch mit der gesamten arabischen Welt Frieden schließen.
Daneben ist es von großer Bedeutung, dass religiöse Juden den Lehren folgen, die der Herr im Quran mitteilte und dass alle Juden zur guten Moral Allahs eingeladen werden.
Aus diesem Grund muß von der Behauptung des Erwähltseins Abstand genommen werden, die von manchen Juden vorgetragen wird. Im Quran wird erklärt, dass Allah den Juden zu einer Zeit Gottesgaben zukommen liess und sie zu anderer Zeit zum Herrscher über andere Nationen machte. Einige Quranverse zu diesem Thema lauten folgendermaßen:
O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, mit der Ich euch begnadete, und dass Ich euch vor aller Welt bevorzugte. (Sure al-Baqara, 47)
Wir gaben den Kindern Israels fürwahr die Schrift und die Weisheit und das Prophetentum und versorgten sie mit Gutem und bevorzugten sie vor aller Welt. (Sure al-Dschathiya, 16)
Allerdings drücken diese Verse nicht die von den Juden unterstellte Bedeutung des Erwähltseins aus. Sie zeigen, dass einige Propheten von diesem Stamm abstammten und dass die Juden früher einmal ihre Herrschaft über weite Gebiete ausdehnten. In den Versen wird erklärt, dass der Grund für ihre Herrschaft darin zu sehen ist, dass sie vor aller Welt bevorzugt wurden. Mit der Beendigung der Herrschaft, die die Propheten David (Fsai) und Salomon (Fsai) über die Welt begründet hatten, ging auch diese Eigenschaft der Juden zu Ende.
Allerdings sind radikale Juden durch die Interpretation einiger Erläuterungen in der Thora von der falschen Ansicht überzeugt, dass das Erwähltsein eine dauerhafte Eigenschaft ihrer Rasse ist. Als Ergebnis wurde das verquere Verständnis entwickelt, dass jeder Jude von Geburt an Überlegenheit über andere besitzt und die Israeliten deshalb allen anderen Stämmen auf ewig überlegen sind. Ein weiterer schwerer Irrtum, der aus dieser Ansicht resultiert ist, dass einige Radikale, wie der wahllos auf betende Muslime schießende Goldstein, aus der Behauptung der Überlegenheit einen Befehl zur Gewaltanwendung gegenüber anderen Nationen ableiteten. Deshalb verwenden Radikale manche Ausführungen der Thora als Quelle. Dementsprechend ist es alltäglich, wenn Juden die Menschen anderer Nationen und Religionen betrügen, sich deren Besitz und Eigentum aneignen und, falls erforderlich, sie einschließlich der Frauen und Kinder ermorden. All dies sind jedoch Grausamkeiten, die der religiösen Moral widersprechen. Ebenso wie den Christen und Muslimen hat Allah auch den Juden Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit, den Schutz des Rechtes unterdrückter Menschen, Frieden und Liebe befohlen. Deshalb ist das Morden von Frauen, Kindern und Alten ganz klar gegen die Quranische Moral. Allah berichtet im Quran folgendermaßen von dem Versprechen, das die Israeliten gaben:
Und als Wir von den Kindern Israels ein Versprechen entgegennahmen, (sprachen Wir:) "Dient keinem außer Allah; tut Eltern und Verwandten und Waisen und Armen Gutes; sprecht mit den Leuten auf freundliche Weise; verrichtet das Gebet und entrichtet die Steuer." Danach kehrtet ihr euch bis auf wenige ab und wurdet abtrünnig. Und als Wir euer Versprechen entgegennahmen, dass ihr nicht euer Blut vergießen und euch nicht aus eueren Wohnungen vertreiben würdet, da gelobtet ihr es und wart selber Zeugen. (Sure al-Baqara, 83-84)
Außerdem darf nicht vergessen werden, dass der Fanatismus der radikalen Juden im Widerspruch zu den anderen Erklärungen der Thora steht. Die Bestimmungen, die den Juden in der Thora mitgeteilt wurden lauten: "Blutschulden nicht hören", "Augen zuhalten" und “nichts Arges sehen”. (Jesaja, 33/15). Die Fanatiker mißachten alle Erklärungen der Thora bezüglich des Verurteilens von Gewalt und Unterdrückung, vertreten einen Glauben, der auf Haß und Wut aufbaut und glauben, auf diesem Weg die Herrschaft über die Welt zu erlangen. Aber keine Ideologie kann erfolgreich sein, die Gewalt und Aggression enthält und Ruhe und Ordnung zerstört. Gewalt bringt immer Zerstörung. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass Juden, die an Allah glauben, den rechten Bestimmungen in den Büchern Folge leisten und den Frieden verteidigen. Einige der Erklärungen der Thora, in denen Liebe, Barmherzigkeit und angenehme Moral gelobt werden, lauten folgendermaßen:
Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten. Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Nächsten Blut… Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst… (Leviticus, 19/15-18)
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha, 6/8)
Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses… (2. Mose, 20/13-17)
Als eine sehr wichtige Entwicklung ist heute zu betrachten, dass sowohl friedliebende israelische Staatsbürger, aber auch ein grosser Teil der Juden die in anderen Ländern leben, den israelischen Staatsterror heftig kritisieren. Aufrichtig glaubende Juden haben sich vor Augen zu halten dass die Befehle in der Thora lauten nicht zu töten, kein Unrecht beim Regieren zu tun, keine Rache auszuüben und kein Blut zu vergießen; es ist Bedingung, dass sie in der ersten Reihe in der kulturellen und ideellen Auseinandersetzung mit dem Fanatismus im Namen des Judentums stehen und bei diesem Thema eine Allianz mit gewissenhaften Christen und Muslimen eingehen. Die geistige Auseinandersetzung mit dem jüdischen Radikalismus wird einer der wichtigsten Wege sein, um das seit einem halben Jahrhundert andauernde Palästinaproblem dauerhaft und gerecht zu lösen. Dann erst wird ein Umfeld entstehen, in dem Juden, Muslime und natürlich auch Christen in Ruhe in der Region leben können. Mit dem Befolgen der wahren religiösen Moral wird in palästinensischen und israelischen Gebieten Ruhe, Liebe und Toleranz einkehren. Es darf auch nicht vergessen werden, dass im Laufe der Geschichte sowohl Juden als auch Muslime die größte Tyrannei von den Befürwortern der Ideologien erlebten, die nicht mit der religiösen Moral übereinstimmen. Das Heilige Buch ist voller Passagen mit Grausamkeiten, die die Heiden den Juden zufügten. Von Atheisten wie den Nazis, den antisemitischen Rassisten und den Stalinisten im kommunistischen Russland begangener Völkermord und Brutalitäten ragen besonders heraus. Diese religionslosen Kräfte haßten die Juden, weil sie an Allah glaubten und unterdrückten sie deswegen. Doch gegen die antireligiösen Kräfte müssen die Anhänger beider Religionen in einer Reihe stehen und nicht auf die Einflüsterungen radikaler Ansichten hören, die diese Vereinigung behindern könnten.
DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

DER PROPHET JOSEPH

WUNDER DES GEHIRNS: RIECHEN UND SCHMECKEN

DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME: DIE WERTE DES QURAN

BIOMIMETRIE: TECHNOLOGIE IMITIERT NATUR

DER ISLAM: DAS LICHT, DAS DIE WELT ERLEUCHTET

DAS GEHEIMNIS DER PRÜFUNG

DIE BLUTIGE GESCHICHTE DES FASCHISMUS TEIL I

DER PROPHET MOSES (A.S) UND DIE BUNDESLADE

FOSSILIEN STÜRZEN DIE EVOLUTIONSTHEORIE

DIE WUNDER DES QURAN - 4

DIE WUNDER DES QURAN - 3

DIE WUNDER DES QURAN - 2

DIE WUNDER DES QURAN - 1

EINE WELT AUS EIS

DER WUNDERBARE PLANET 1: Beweise Der Schopfung Auf Der Erde

WANDERNDE TIERE - FÜR KINDER 8

TIERE DIE SICH VERSTECKEN KONNEN - FÜR KINDER 7

TIEFES NACHDENKEN

Die Mehrheit der Menschen benutzt ihre Denkfähigkeit nicht so, wie sie es könnte. Der Zweck dieses Dokumentarfilms ist es, die Menschen aufzufordern, so zu denken, wie es angemessen wäre, und sie bei Ihren Bemühungen dabei zu unterstützen.

LIEBE UND ZUSAMMENARBEIT UNTER DEN LEBEWESEN

Einigkeit… Solidarität… Selbstlosigkeit… Aufopferung … Jeder möchte diese Attribute besitzen… Dieser Dokumentarfilm befasst sich mit Sozialverhalten. Doch die Stars dieses Films sind keine Menschen...

ALTRUISMUS IN DER NATUR

In diesem Film werden Sie ein wunderbares, von Allah in den Lebewesen hervorgerufenes Gefühl mütterlicher Liebe und der Selbstaufopferung sehen, das Mütter für ihren Nachwuchs hegen, und Sie werden Zeuge eines der größten Beweise der Schöpfung in der Welt werden...